Sonntag | 21. April 2024
 
Mettmann  | 

Aktiv Darmkrebs verhindern – durch Vorsorge

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Darmkrebs kann verhindert werden. Der Chefarzt im Darmzentrum des EVK Mettmann beantwortet Fragen an der Telefonhotline.

Chefarzt Dr. med. Andreas Brauksiepe.

Statistiken weisen jährlich 60.000 Neuerkrankungen mit der Diagnose Darmkrebs in Deutschland aus. 26.000 Patienten pro Jahr überleben diese Diagnose nicht. Zahlen, die immer noch viel zu hoch sind, in Zeiten, in denen eine 15- bis 20-minütige Vorsorgeuntersuchung den Krebs sicher verhindern kann.

„Beim Darmkrebs kommen leider zwei Faktoren zusammen“, sagt Chefarzt Dr. med. Andreas Brauksiepe. „Die unbegründete Angst vor der Darmspiegelung und die tückische Eigenschaft, dass der wachsende Krebs und besonders dessen Vorstufen –  die Polypen –  zunächst keinerlei Beschwerden verursacht.“ Das führt dazu, dass Darmkrebs gefährdete  Patienten das frühe und komplett heilbare Stadium der Erkrankung häufig nicht mitbekommen und mitunter erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung  zum Arzt gehen.

„Dieser Krebs, das ganze Leid einer onkologischen Erkrankung und Behandlung muss nicht sein, wenn man die Möglichkeiten der Vorsorge nutzt!“ Denn: der Krebs entwickelt sich langsam, meist über Jahre und entsteht fast immer  aus den zunächst gutartigen und sehr langsam wachsenden Polypen im Darm, die bei einer Darmspiegelung entdeckt und direkt entfernt werden können. „Das Sprichwort `Gefahr erkannt, Gefahr gebannt´“, so Dr. Brauksiepe, „trifft es ganz gut! Mit der Entfernung der Polypen entfernen wir auch das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken – in nur wenigen Minuten.“

Die Zahlen an Neuerkrankungen zeigen jedoch, dass zu viele Menschen das Vorsorgeangebot nicht wahrnehmen und an Darmkrebs erkranken. Dann greift im EVK Mettmann das leitliniengerechte, interdisziplinäre Therapiekonzept. In gemeinsamen Tumorkonferenzen, an denen Internisten, Chirurgen, Strahlentherapeuten, Onkologen und Radiologen teilnehmen, erfolgt die individuelle Fallbesprechung. „Hier besprechen wir jeden an Darmkrebs erkrankten Patienten und die Therapie, die erfolgen muss“, erklärt Chefarzt Dr. med. Uwe Knaust, der für die chirurgische Versorgung der Patienten zuständig ist. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der Inneren Medizin und der Allgemein- und Viszeralchirurgie, aber auch den eingebundenen Pflegekräften  funktioniert schnell, verbindlich und effizient, nicht zuletzt weil der Umgang aller Beteiligten überaus wertschätzend und kollegial verläuft“, begründet Chefarzt Dr. med. Uwe Knaust die erfolgreiche Arbeit im Darmzentrum.

Das Krankenhaus arbeitet Leitlinien gerecht und weist nachweislich eine überdurchschnittlich hohe Qualität in der Versorgung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge auf.

Ziel ist seit je her die wohnortnahe Versorgung auf höchstem Niveau – wiederum mit dem Ziel, den Darmkrebs zu verhindern. „Jeder Darmkrebspatient ist einer zu viel und deshalb möchte ich ausdrücklich daran appellieren. Suchen Sie Ihren Hausarzt auf und gehen Sie das Thema an, bevor der Polyp zum Krebs wird“, so Chefarzt Dr. med. Brauksiepe zum Abschluss.

Wer Fragen rund um die Themen Darmkrebsvorsorge und Darmkrebs hat, kann sich nun informieren: Telefonhotline am Donnerstag, 24. März, von 17 – 19 Uhr.


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