Freitag | 14. August 2026
 
Mettmann  | 

Ausmalbuch in Planung

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Kinder gestalten ihre Stadt: Der Sommer-Mal-Workshop wurde von der Kunst- und Kulturinitiative ME:ET initiiert.

Theaterpädagogin Dagmar Grotendorst (l.) und Kreativpädagogin Natascha Backhaus mit Tom, Emma, Lina und Emily (v. l.). Die anderen drei Kinder konnten am letzten Termin des Workshops nicht teilnehmen. Foto: Kreisstadt Mettmann

Mit viel Fantasie, Kreativität und Neugier haben Kinder im Grundschulalter ihre ganz eigenen Ideen für Mettmann zu Papier gebracht. Entstanden sind farbenfrohe Bilder, fantasievolle Geschichten und außergewöhnliche Visionen, die zeigen, wie Kinder ihre Stadt erleben und weiterdenken.

So wünscht sich Emma (10) für ihren Wechsel auf das Konrad-Heresbach-Gymnasium „eine Insel mit Palmen und einem Strand auf dem Schulhof, auf dem man sich ausruhen kann“. Der fünfjährige Davud träumt von einer Dreier-Rutsche auf dem Spielplatz am Neanderthal Museum. Außerdem sollen dort alle Pfosten bunt angemalt werden. Die Wünsche der Kinder reichen von spielerischen Veränderungen bis hin zu kreativen Zukunftsideen für ihre Stadt.

Auch die Stadtgeschichte inspirierte die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nach einem Rundgang durch das Stadtgeschichtshaus mit Anita Schäfer von den „Aulen Mettmannern“ setzten die Kinder ihre Eindrücke zeichnerisch um. Darüber hinaus entstanden spannende Kurzgeschichten – darunter die Erzählung eines Naturforschers, der im Stadtwald eine Höhle mit Neandertalern entdeckt und plötzlich einem Mammut gegenübersteht.

Bei einer Rallye durch die Innenstadt erkundeten die Kinder ihre Heimat aus neuen Perspektiven und entdeckten dabei überraschende Details: Tiere in unterschiedlichsten Formen, etwa den Wetterhahn auf der Kirchturmspitze, ein Krokodil und eine Schildkröte am Brunnen auf dem Lavalplatz, die Schafe in der Fußgängerzone sowie Katze und Maus bei den Bronzestatuen von Fritz Geldmacher und Willi Schriever.

Auch zahlreiche Löwenköpfe als Türklopfer fielen den jungen Entdeckern auf. „Auf der Tour haben wir die Kinder spielerisch an die Stadtgeschichte herangeführt“, sagt die Theaterpädagogin Dagmar Grotendorst, die die Idee zum Sommer-Mal-Workshop „Munter malen mit Melodien für Mettmanner Mäuse“ hatte. Bei ihrem Rundgang zeichneten die Kinder die Wegstrecke nach. Dagmar Grotendorst: „So konnten sie erleben, wie die Stadt aufgebaut ist.“

Für Begeisterung sorgte zudem das Ausprobieren verschiedener Musikinstrumente. Ein besonderer Höhepunkt war das eigens für den Workshop komponierte „Mettmann-Mäuse-Lied“ nach der Melodie von „Bruder Jakob“, das die Kinder gemeinsam mit der Kreativpädagogin Natascha Backhaus einstudierten.

Der Sommer-Mal-Workshop wurde von der Kunst- und Kulturinitiative ME:ET initiiert und von den „Aulen Mettmannern“, der HABRIS-Stiftung, der Oetelshofener Stiftung und FöneK unterstützt.

Aus den Kinderzeichnungen sowie den professionellen Illustrationen der Dürener Künstlerin Petra J. Pool entsteht nun ein Ausmalbuch von Mettmanner Kindern für Mettmanner Kinder. Geplant ist eine Erstauflage mit 500 Exemplaren.


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