Mittwoch | 23. Juni 2021
 
Mettmann  | 

Außengastronomie soll bis Mitternacht öffnen dürfen

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Sowohl die CDU als auch die Wählergemeinschaft Mettmann stellen entsprechende Anträge.

Public Viewing im Frankenheim am Jubiläumsplatz (2018) Foto: Archiv TME

„Lange mussten die Gastronomen darauf warten wieder öffnen zu dürfen“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Fabian Kippenberg. „Jetzt, da die Infektionszahlen deutlich sinken bzw. gesunken sind, ist diese Öffnung möglich.“

Die CDU möchte, dass die Gastronomen mindestens während der morgen beginnenden Fußball-EM – besser noch im gesamten Sommer 2021 – ihre Außenbereiche bis Mitternacht öffnen dürfen. Kippenberg: „Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat am 8. Juni noch einmal klargestellt, dass auch zur jetzt beginnenden Fußball-Europameisterschaft Bild- und Tonübertragungen in der Außengastronomie grundsätzlich bis 24 Uhr möglich sind, wenn es die Infektionslage zulässt. Es bleibt Aufgabe der Kommunen, mit geeigneten Maßnahmen die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung sicherzustellen und so einen fairen Ausgleich zwischen den Belangen der ruhebedürftigen Anwohner und denen der Fußballanhänger sowie Gastronomen zu schaffen.“

Auch die Wählergemeinschaft Mettmann (WG-ME) hat einen ähnlichen Antrag gestellt:

Die Sperrzeiten der Außengastronomie sollen nach Ansicht der WG-ME bis einschließlich 31. Oktober am Wochenende auf 24 Uhr festgelegt werden. Die Gastronomen sollen dabei ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass sie ab 22 Uhr dafür Sorge tragen den Lärmpegel, der durch die Außengastronomie verursacht wird, auf ein Minimum zu begrenzen. Zudem möchte die WG-ME, dass während der Fußball-Europameisterschaft eine Bild-und Tonübertragung der Spiele in der Außengastronomie bis 24 Uhr erlaubt ist.

„Seit Beginn der Coronapandemie Anfang 2020 leiden die ortsansässigen Gastronomen unter Schließungen, begrenzter Anzahl an Gästen und somit sinkenden Umsätzen“, so die Fraktionsvorsitzenden Linda Neidel und Christian Kardell. „Da auch für 2021 jegliche Volksfeste in Mettmann abgesagt wurden und auch die Öffnungen der Lokale gerade erst wieder beginnen, könnten wir durch eine verlängerte Außengastronomie (unter der Woche bis 22 Uhr, am Wochenende bis 24 Uhr) einen besseren Umsatz für unsere Gastronomiebetriebe ermöglichen.“ Die Bürgerinnen und Bürger sollen ausdrücklich gebeten werden, sich nach 22 Uhr in der Außengastronomie leiser zu verhalten und die Nachtruhe der Nachbarschaft zu respektieren. „Gegebenenfalls können die Gastronomen durch große Schirme, Trennwände oder Bepflanzung für eine Abgrenzung sorgen“, heißt es im Antrag der WG-ME. „Diese haben zwar meist nur eine geringe akustische Auswirkung, steigern aber die Privatsphäre der Gäste und Anwohner und verringern so die Belästigungswirkung.“

Beraten werden soll über die Anträge am kommenden Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss.


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