Mittwoch | 30. November 2022
 
Kurz notiert in Mettmann  | 

Caritas: Kinoabend zum Kolonialismus

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Im Rahmen seiner diesjährigen Reihe zum deutschen Kolonialismus und den Wurzeln des heutigen Rassismus lädt der Caritasverband für den Kreis Mettmann am Mittwoch, 30. November, 18.30 Uhr, ein zu einem Film-Abend im Mettmanner Weltspiegel-Kino. Zu sehen ist der 2010 entstandene Dokumentarfilm „Das Weltreich der Deutschen“.

Der Missionar im Kochtopf – das ist ein bis heute tausendfach variierter „Bildwitz“, der stellvertretend steht für den Rassismus, den wir auch heute noch als Folge des deutschen Kolonialismus erleben müssen. Dieser rassistische Witz ist ein Beispiel dafür, wie das Bild vom „Wilden“, vom „Kannibalen“ seit dem 19. Jahrhundert weitergetragen wird.

Maßgeblich und ursächlich für den heutigen Rassismus ist der deutsche Kolonialismus, der leider erst in der jüngsten Vergangenheit Beachtung in der öffentlichen Wahrnehmung deutscher Geschichte findet. Vielfach etabliert ist das Bild der brutalen und ausbeuterischen Vorgehensweise der „bekannten“ Kolonialmächte wie die Niederlande, Frankreich, Belgien oder Großbritannien. Doch auch die Deutschen wollten – beflügelt von wirtschaftlichen Interessen – einen „Platz an der Sonne“ und taten sich in den kolonialisierten Weltregionen durch besonders menschenverachtende und drakonische Handlungsweisen hervor. Das im 17. Jahrhundert entstehende rassistische Menschenbild prägt in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert den Umgang mit afrikanischen und asiatischen Menschen bis in die heutige Zeit.

„Das Weltreich der Deutschen“ lautet der Titel der Dokumentation im „Caritas-Kino der Vielfalt“ am Mittwoch, 30. November 2022 um 18.30 Uhr, zu dem die Kampagne vielfalt. viel wert. im Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbands für den Kreis Mettmann ins Mettmanner Weltspiegel-Kino einlädt.

Der Film kombiniert Dokumentation mit Spielszenen. Regie führten Sebastian Dehnhardt, Ricarda Schlosshan und Manfred Oldenburg. Co-Produzent ist das ZDF, vertreten durch den Leiter der Redaktion Zeitgeschichte Guido Knopp. Als wissenschaftlicher Berater fungierte der Historiker Horst Gründer.

Dieses Angebot wird gefördert aus Mitteln des Programms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die Teilnahme ist kostenfrei; aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung per E-Mail an FIM@caritas-mettmann.de. Anmeldungen sind möglich bis Dienstag, 29. November, 14 Uhr.


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