Donnerstag | 28. Oktober 2021
 
Mettmann  | 

Corona-Betrug: 96-jährige um 12.000 Euro gebracht

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Auch Schmuck erbeuteten Trickdiebe nach einem betrügerischen Anruf.

Symbolbild Seniorenbetrug: KPB Mettmann

Erst am gestrigen Dienstag hatte die Kreispolizeibehörde Mettmann über einen Trickbetrug zum Nachteil eines Ratinger Ehepaares berichtet, das Kriminelle mit der so genannten „Corona-Masche“ um insgesamt 27.000 Euro gebracht hatten. Leider hat die Polizei dann am gleichen Abend einen weiteren – bedauerlicherweise erfolgreichen – Trickbetrug mit der gleichen Vorgehensweise registriert: Wieder hatten zwei bislang unbekannte Frauen unter falschen Angaben die Hilfsbereitschaft einer Seniorin ausgenutzt und dabei eine hohe Summe Bargeld sowie wertvollen Schmuck erbeutet. Ihr Opfer war diesmal eine 96 Jahre alte, an Demenz erkrankte, Frau aus Mettmann. Ob beide Taten von der selben Bande verübt wurden, ist aktuell noch nicht geklärt und Gegenstand andauernder kriminalpolizeilicher Ermittlungen.

Gegen 14.30 Uhr klingelte das Telefon bei der 96-Jährigen. Als sie den Hörer abnahm, meldete sich eine bitterlich weinende Frau, die sich als ihre Tochter ausgab. Die Anruferin gab an, an Corona erkrankt zu sein und dass sie derzeit stationär in einem Düsseldorfer Krankenhaus behandelt werde. Da sie schon starke Symptome habe, benötige sie nun zur akuten Behandlung ein Medikament aus den USA. Diese koste mehrere Tausend Euro.

Durch geschickte Gesprächsführung und gezieltes Unterdrucksetzen schaffte es die Anruferin, die Mettmannerin dazu zu bewegen, ihr Bargeldvermögen sowie weitere Wertgegenstände zusammenzusuchen. Als dann gegen 18 Uhr eine Frau an der Tür der 96-Jährigen klingelte und sich als Sekretärin des behandelnden Professors ausgab, übergab die Seniorin der Unbekannten das Geld – insgesamt 12.000 Euro – sowie diversen hochwertigen Schmuck.

Einige Zeit später meldete sich dann die echte Tochter der Seniorin, wodurch der Schwindel letztendlich aufflog. Anschließend brachte die Frau gemeinsam mit ihrer Tochter den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige.

Dabei beschrieb die Mettmannerin die vermeintliche „Sekretärin“ wie folgt:

   - weiblich
   - etwa 20 Jahre alt
   - helle Haut
   - schlanke Statur
   - trug einen Regenschirm

Die Polizei fragt:

Wer hat in Mettmann-Metzkausen eine Person gesehen, auf die die Beschreibung der Frau zutrifft? Wer ist ebenfalls von den Trickbetrügerinnen angerufen worden? Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Mettmann jederzeit unter der Rufnummer 02104/982-6250 entgegen.

Die Polizei warnt

Diesen aktuellen Vorfall nimmt die Polizei noch einmal zum Anlass, um zum wiederholten Mal eindringlich vor den verschiedenen Maschen von Trickbetrügern am Telefon oder an der Haustür zu warnen!


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