Freitag | 21. Januar 2022
 
Mettmann  | 

Cuna startet Produktion für Bio-Mehrweg-Becher für die Gastronomie

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Die Rösterei Drago Mocambo nimmt Mettmanner Produkt für ein Pfandsystem in sein Portfolio auf.

Foto: Cuna

In einem Fernsehbeitrag berichtete der WDR über den Mehrwegkreislauf und die Produktion von Cuna: Das Start-Up aus Mettmann (TME berichtete) setzt in allen Bereichen auf das Prinzip der Kreislaufwirtschaft: Bio-Material, Mehrwegnutzung und Recycling. Seit 2021 werden Cafés und Gastronomien mit den innovativen und biobasierten Mehrwegbechern des jungen Unternehmens aus Mettmann ausgestattet. Die Becher basieren auf einem PE Kunststoff, der pflanzlich erzeugt wird – im Gegensatz zu herkömmlichen Plastikanwendungen, die aus Erdöl gewonnen werden. So binden Cuna-Becher CO2 aus der Atmosphäre und schonen auf mehreren Ebenen die Umwelt.

320.000 Einwegbecher to go – und das pro Stunde in Deutschland

Mit stündlich mehr als 320.000 verbrauchten Einwegbechern allein für to-go Kaffee in Deutschland, und die dazu immer größer werdende Herausforderung Emissionen zu reduzieren, ist aus Sicht des lokalen Start-ups die Zeit reif für Lösungen. Cuna startet in der SmartFactoryOWL eine eigene Mehrwegproduktion und gewinnt weiere Partnerinnen und Partner für ihr Projekt.

Gemeinsame Produktion der Mehrwegbecher mit dem Fraunhofer IOSB-INA

Cuna gibt bekannt, dass ab sofort ihre biobasierten Mehrwegbecher in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo produziert werden. In der SmartFactoryOWL wird neben der Produktion auch gemeinsame Forschungsarbeit für den Produktionsstandort Deutschland geleistet.

Auf der Suche nach geeigneten Mitwirkenden für das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projektes „KI Reallabor“, das die industrielle Datenwirtschaft erforscht und umsetzt, überzeugte die Cuna-Geschäftsphilosophie das Fraunhofer IOSB-INA. So werden in dieser realen Produktion datengetriebene Anwendungsfälle geschaffen. Die werden dann gemeinsam mit der Plattform Industrie 4.0 erforscht. „Zusätzlich werden KI-Anwendungen geschaffen, mit denen man die nachhaltige Produktion von Morgen gestaltet. Durch die Forschungskooperation wird der Schritt der Fertigung optimiert und die daraus resultierenden Ergebnisse auch anderen Produktionsunternehmen in Deutschland zur Verfügung gestellt“, stellt Cuna in einer Mitteilung fest.

Eigene App und Vertriebspartnerschaft zwischen Drago Mocambo und Cuna

Zum Start der eigenen Produktion informiert Cuna außerdem über eine eine Vertriebspartnerschaft mit der Traditionsrösterei Drago Mocambo. Als nachhaltige Ergänzung zu den erfolgreichen Kaffeebohnen, bietet Drago Mocambo nun auch das Cuna-Pfandsystem in ihrem Portfolio an. „Durch die Kooperation erhalten Kunden und Kundinnen die Möglichkeit, direkt über den Kaffeelieferanten Teil des Cuna-Mehrwegsystems zu werden. Dadurch bietet Drago Mocambo schon jetzt eine nachhaltige Lösung für das kommende Mehrweggebot im Januar 2023.“

Cuna-Gründer und Geschäftsführer Rafael Dyll sagt: „Wir setzen auf starke Partner und Partnerinnen im Vertrieb, denn mit etablierten Größen im Kaffeesegment können schnell auch viele Verbraucher und Verbraucherinnen von einem umweltbewussten to-go Kaffeegenuss im Mehrwegbecher überzeugt werden. So konnten wir nach der Bäckerei-Kette Büsch, mit Drago Mocambo einen weiteren tollen Partner für unser Pfandsystem begeistern.“

Maurizio Caccamo, Geschäftsführer von Drago Mocambo: „Drago Mocambo versucht bereits seit einiger Zeit die Nachhaltigkeit zu leben. Gerade im Kaffee to-go-Bereich halten wir Mehrweglösungen für sehr sinnig und erkannten nach Sichtung des Markts schnell, dass Cunas Konzept hundertprozentig unseren Anforderungen entspricht. Wir freuen uns, unseren Kunden und Kundinnen über die Kooperation ein nachhaltiges Mehrwegsystem aus unserer Region anzubieten.“


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