Montag | 18. November 2019
 
Kurz notiert in Mettmann  | 

Demenz: Parcours soll Verständnis verstärken

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Unter dem Motto „Demenz erleben“ lädt das Evangelische Krankenhaus Mettmann am 21. September, dem „Weltalzheimertag“, zu einem Workshop ein, der für Verständnis im Umgang mit der Erkrankung werben möchte.

In NRW leiden schätzungsweise mehr als 300.000 Menschen an einer Demenz. Das Alter, in dem die Erkrankung einsetzt und ihre Ausprägung können dabei sehr unterschiedlich sein. Was bei einigen Betroffenen im (höheren) Alter noch als Vergesslichkeit abgetan wird, kann bei anderen Patienten auch schon früher durch den schleichenden Verlust der kognitiven Fähigkeiten, Orientierungslosigkeit und Unruhezustände einsetzen.

Unter dem Motto „Demenz erleben“ lädt das Evangelische Krankenhaus Mettmann am 21. September, dem „Weltalzheimertag“, zu einem Workshop ein, der für Verständnis im Umgang mit der Erkrankung werben möchte. Denn: die ersten Symptome der einsetzenden Demenz sind irritierend und wirken auch auf Angehörige erst einmal verwirrend und führen zu Unverständnis. Das Anziehen der Schuhe, das Ausräumen der Spülmaschine oder andere geläufige Routinen im Alltag, werden plötzlich zu großen Herausforderungen für die Betroffenen. Sie merken meist selbst, dass plötzlich nicht mehr alles klappt wie zuvor, spüren auch die Irritationen im Umfeld und sind zunehmend verunsichert.

Doch wie fühlt man sich als Demenzerkrankter wirklich? Einblicke in die Gefühlswelt gibt der Demenzparcours mit unterschiedlichen Erlebnisstationen – er wird durch Susann Seidel von der Beratungsstelle der Stadt Wülfrath betreut und erläutert. Denn eines ist klar: nur wer die Gefühlswelt bzw. die Welt eines Demenzerkrankten ansatzweise kennt, kann sich auf den Umgang und die Kommunikation mit einem Betroffenen einstellen.

Der Demenzparcours findet statt am Samstag, 21. September, von 15 bis 16.30 Uhr in der Seminarzone im EG des EVK Mettmann.

Das EVK Mettmann hat bereits auf die steigenden Zahlen von demenziell veränderten Patienten reagiert und eine eigene Station für die Versorgung errichtet: die Station Vitalis. Hier werden bis zu 15 internistische Patienten mit der Nebendiagnose Demenz in einer eigens dafür gestalteten Umgebung versorgt – durch ein hierfür extra geschultes, multiprofessionelles Team.


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