Freitag | 19. Juli 2024
 
Mettmann  | 

Den richtigen Umgang mit digitalen Medien lernen

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Spannendes Projekt des Berufskolleg Neandertal im Städtischen Kindergarten Rheinstraße.

Foto: Die Studierende Lorena Wirdemann vertont mit Kindern ein Ameisen-Video, das sie gedreht haben. Foto: Kreisstadt Mettmann

„Kinder kommen immer früher mit digitalen Medien in Kontakt. Deshalb ist es wichtig, sie schon in der Kita fit zu machen und ihnen einen sensiblen und kritischen Umgang zu vermitteln“, sagt Lisa Kuhle, Lehrerin am Berufskolleg Neandertal. Die Studierenden ihrer Klasse, die eine Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher machen, haben zwei Tage lang im Städtischen Kindergarten Rheinstraße mit Kindern gearbeitet und ihnen spielerisch gezeigt, wie sie digitale Medien kreativ einsetzen und nutzen können. Sie haben kleine Filmbeiträge über die Tierwelt rund um ihre Kita gedreht, die Filmchen auf einen Rechner überspielt und die Beiträge anschließend mit kurzen Textpassagen unterlegt. Außerdem haben sie einen kleinen Roboter für ein Spiel programmiert und mit Hilfe eines sprechenden Stifts kindgerechte Yoga-Übungen gemacht.

Mit ihrem Projekt ist Lisa Kuhle bei der Kita-Leitung sofort auf offene Ohren gestoßen. „Die Kinder bringen alle Medien-Erfahrung von zu Hause mit“, sagt Leiterin Semra Konca. Wichtig sei es, den Jungen und Mädchen früh zu zeigen, was mit digitalen Medien möglich ist und wie sie sinnvoll genutzt und eingesetzt werden. Doch nicht nur die Kinder würden von dem Angebot profitieren, sondern auch ihr Team. „Es hilft, Berührungsängste mit digitalen Medien abzubauen.“ In derEinrichtung an der Rheinstraße gehören digitale Medien durchaus schon zum Kita-Alltag. Semra Konca: „Wir haben Hörstifte, Tonies und sprechende Wäscheklammern.“

Aber nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern müssten über die Möglichkeiten ebenso wie über die Gefahren der digitalen Welt informiert und aufgeklärt werden, meinen Semra Konca und Lisa Kuhle. Möglicherweise ein Ansatzpunkt, die Zusammenarbeit zwischen dem Berufskolleg und den städtischen Kitas auszuweiten und zu vertiefen.

Semra Konca und ihre Kolleginnen haben mit Begeisterung den Studierenden bei ihrem Projekt über die Schulter geschaut. „Die Fachkräfte hier waren alle super offen. Es hat allen viel Spaß gemacht“, sagt auch Lisa Kuhle.

Während ihr Medien-Projekt anfangs von einigen Kolleginnen und Kollegen in iohrer Schule noch kritisch beäugt wurde, gebe es inzwischen immer mehr Lehrkräfte, die das Thema „Digitale Medien“in ihrem Unterricht behandeln, berichtet sie.

Nicht nur in der Kita Rheinstraße, sondern auch im städtischen Kinder- und Familienzentrum Händelstraße haben Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik des Berufskollegs Neandertal das Medien-Projekt zwei Tage erfolgreich durchgeführt.


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