Montag | 10. August 2020
 
Kurz notiert in Mettmann  | 

Erst Kokain „getankt“, dann direkt zur Polizei gefahren

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Eigentlich wollte am Morgen ein Mettmanner auf der Polizeiwache am Adalbert-Bach-Platz eine Anzeige wegen eines vermeintlichen Betrugdelikts zu seinem Nachteil aufgeben. Jetzt erwartet den 38-Jährigen selbst ein Strafverfahren.

Gegen 10.10 Uhr fuhr der 38-Jährige heute mit seinem Audi A3 zur Polizeiwache nach Mettmann. Schon dabei fiel er den diensthabenden Polizeibeamten auf, weil der Mann seinen Wagen dreisterweise auf den Behindertenparkplatz abgestellt hatte. Von dort ging er schwankender Weise zur Wache, um eine Anzeige wegen eines vermeintlichen Betrugs zu seinem Nachteil aufzugeben. Da der Mann jedoch stark lallte und zusammenhangslose Sätze von sich gab, konnten ihn die Polizeibeamten kaum verstehen. Schnell ergab sich der Verdacht, der Mann könnte unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Betäubungsmitteln stehen. Während eine Atemalkoholtest negativ ausfiel, brachte ein Drogenschnelltest Klarheit: Der Mann stand unter dem erheblichen Einfluss von Kokain.

Bei der weiteren Überprüfung des Mettmanners stellte sich heraus, dass für den Audi, mit dem er zur Wache gefahren war, keinen Versicherungsschutz besteht. Außerdem stellten die Beamten fest, dass der 38-Jährige in diesem Jahr bereits mehrfach wegen Trunkenheits- und Drogenfahrten auffällig geworden war. Sein Führerschein sei angeblich geklaut worden, berichtete der Mann außerdem.

Die erneute Fahrt unter Drogeneinfluss bleibt nicht ohne Folgen: Der Mann musste die Wache zu Fuß verlassen – sein Wagen blieb an der Wache stehen und das Kennzeichen wurde entstempelt. Ihm wurde das Führen sämtlicher Fahrzeuge bis auf weiteres untersagt. Zudem wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.


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