Montag | 21. September 2020
 
Mettmann  | 

Goldene Ehrenblotsche für die „älteste Bürgerinitiative“ der Stadt

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Das Blotschenmarkt-Team und Mettmann-Impulse haben die Freiwillige Feuerwehr ausgezeichnet. Kreisbrandmeister Torsten Schams würdigte in seiner Laudatio das ehrenamtliche Engagement. Ansonsten gilt für den Blotschenmarkt: "Ende gut - alles gut!"

Kreisbrandmeister Torsten Schams (l.) und Marco Zerweiss, Leiter der Mettmanner Feuerwehr, freuen sich über die Goldene Ehrenblotsche und den Scheck, den Jens-Christian Holtgreve, Bettina Barth und Florian Peters überreichten. Foto: TME

Mit der „Goldenen Ehrenblotsche“ ehren Mettmann-Impulse und das Blotschenmarkt-Team regelmäßig diejenigen, die sich auf besondere Weise in unserer Stadt engagieren. „Und in diesem Jahr musste wir auch nicht lange nachdenken, für wen wir uns entscheiden“, sagte Florian Peters vom Blotschenmarkt-Team bei der heutigen Verleihung im Stadtgeschichtshaus.

Kreisbrandmeister Torsten Schams freute sich sehr über diese Entscheidung und hielt – trotz angeschlagener Stimme – gerne eine Laudatio. Die Freiwillige Feuerwehr stehe für unkomplizierte Hilfe, gewährleiste die Sicherheit in der Stadt und erzeuge zwischenmenschliche Wärme – „in der heutigen Zeit vielleicht wichtiger als alles andere“, so Schams. „Die Männer und Frauen investieren nicht nur Zeit, sondern setzen dabei sogar ihre eigene Gesundheit aufs Spiel“, sagte der Kreisbrandmeister. Und das seit fast 150 Jahren in Mettmann. „Viele Menschen haben der Feuerwehr ihr Weiterleben zu verdanken!“ Insofern könne man die Freiwillige Feuerwehr durchaus auch als älteste Bürgerinitiative bezeichnen, so Schams. Er freue sich, dass dieses besondere Engagement durch die Auszeichnung noch sichtbarer werde. Früher seien vor allem die Frauen in Blotschen zum Teich gegangen, um dort die Wäsche zu waschen, während die Männer – die sich damals vor allem aus Turnverein und Handwerksgilden rekrutiert hätten -, den Teich nur dann aufgesucht hätten, wenn der „rote Hahn“ über den Dächern gestanden hätte – um dann am Teich Löschwasser zu pumpen. Dann aber ohne Blotschen, so Schams schmunzelnd, die wären beim schnellen Laufen doch etwas hinderlich gewesen. Stellvertretend für die rund 160 Ehrenamtlichen nahm Marco Zerweiss, der Leiter der Feuerwehr, die Ehrenblotsche und einen damit verbudenen Scheck über 500 Euro entgegen.

Die letzten Tage machen die Standbetreiber glücklich

Insgesamt konnten die Macher und Stand-Betreiber am Morgen eine positive Blotschenmarkt-Bilanz ziehen. „Ende gut – alles gut“, sagte Jens-Christian Holtgreve, Vorstandsmitglied von Mettmann-Impulse. In der letzten Woche sei es gelungen, die bis dahin wetterbedingt ausgebliebenen Besucher wieder einzufangen. „Der Markt ist nun mal stark wetterabhängig“, weiß auch Dietmar Fassbach, der unter anderem eine Glühweinbude betreibt. Nach einem guten Start hätten die Umsätze in der ersten Woche dann stark nachgelassen. „Die letzten sieben Tage waren dann sehr gut, gestern waren irgendwie alle auf dem Markt und haben uns überrannt.“ Ähnlich sah es Hans Duncker von der Mettmanner Awo, die Punsch anbietet: „In der ersten Woche habe ich noch befürchtet, dass wir nicht auf die Plus-Schiene kommen.“ Jetzt sei man dort angekommen und werde das Geld unter anderem für die Quartiersarbeit verwenden. Gut angekommen seien auch die vollständig kompostierbaren Becher, die man in einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Konrad-Heresbach-Gymnasium angeboten habe. „Die jungen Leute zeigen uns Alten, was man alles machen kann“, so Duncker. „Das finde ich gut!“

Security und DRK: Keine besonderen Vorkommnisse

DRK und Sicherheitsdienst meldeten keine besonderen Vorkommnisse – nur einige kleinere Einsätze wegen Kreislaufbeschwerden und eingequetschten Fingern. Zwei Platzverweise mussten ausgesprochen werden. Die Weihnachtsmannhütte kann mit 687 Kindern einen neuen Rekord vermelden – und der Weihnachtsmann bekam liebe Post von einem japanischen Mädchen: „Sie sind einfach großartig, lieber Weihnachtsmann!“ An einem Abend spielte die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Markt verrückt und schaltete sich in bester Disco-Stimmung nach 22 Uhr immer wieder vollständig ein und aus. Auch dieses Problem – ein technischer Defekt an einer Zeitschaltuhr – ließ sich aber schnell beheben.

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