Freitag | 22. November 2019
 
Kurz notiert in Mettmann  | 

Grüne sind unzufrieden mit Klimaschutz-Bemühungen der Stadt

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Die Mettmanner Grünen sind mit den bisherigen Maßnahmen zum Klimaschutz in Mettmann unzufrieden.

Christoph Hütten, Ortsverbandssprecher der Grünen: „Mettmann soll klimafreundliche Stadt werden, was genau die richtige Antwort auf die Klimakrise ist. Wir sind allerdings der Überzeugung, dass seit dieser Entscheidung viel zu wenig angepackt wurde. Die Einrichtung von Car-Sharing wird zu langsam und ohne Mut vorangetrieben, die versprochene Stelle zum Klimaschutz ist immer noch nicht besetzt, eine Optimierung und Intensivierung des ÖPNV wird bis jetzt nicht ernsthaft in Erwägung gezogen, der Indikator ,Klimaschutz‘ ist in den Ratsvorlagen noch nicht aufgetaucht, die Erstellung des Radverkehrskonzepts wird weiter verzögert und die Liste ließe sich sicher noch verlängern.“

„Das Thema Klimaschutz hat viel mit Mobilität zu tun. In der Stadt gibt es berechtigterweise fünf Bürgerinitiativen gegen die Belastungen durch den Autoverkehr. Alle bisherigen Lösungsansätze verdrängen den Verkehr aber nur an andere Orte. Mittlerweile ist allen klar: Nur eine Verringerung, nicht aber eine Umlenkung des motorisierten Verkehrs kann auf Dauer etwas Positives bewirken“, meint Hütten.

Auf Initiative der Grünen wurden 2018 Mittel für die Erstellung eines Radverkehrskonzepts bewilligt, aber bis jetzt ist es noch nicht zur einer Auftragsvergabe gekommen. In der letzten Hauptausschusssitzung hatte die Fraktion in einer Anfrage nach dem Stand der Dinge gefragt. Nils Lessing, Fraktionssprecher der Grünen dazu: „Eine nachhaltige Mobilität ist ein Baustein zur Steigerung der Klimafreundlichkeit und dem Fahrradverkehr kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Umso ärgerlicher bin ich über die Haltung der Verwaltung bei dem Thema Radverkehr. Nachdem das Konzept ohne politisches Votum einfach um ein Jahr verschoben wurde, ist immer noch zu wenig Tempo drin. Es sollen jetzt erstmal Gespräche mit dem Kreis geführt werden, der auch ein Radverkehrskonzept aufstellen will. Das ist richtig und gut, allerdings hindert es uns doch nicht sich zeitgleich mit dem innerstädtischen Radwegenetz zu befassen.“

Die Grünen kündigen an im nächsten Rat wiederum nach dem Radverkehrskonzept zu fragen. „Viele andere Städte werden sich um Förderprogramme zum Ausbau von Radwegenetzen bewerben und es besteht die Gefahr, dass Mettmann dann außen vor bleibt. Wir Grünen werden bei dem Thema nicht lockerlassen, da eine Stärkung des Radverkehrs den störenden motorisierten Individualverkehr mindern wird und gut für das Klima ist“, so Lessing weiter.


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