Sonntag | 3. März 2024
 
Mettmann  | 

L 239: „Schwarz-Grüner Einsatz führt zum Erfolg“

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Mit einem Beginn der Straßensanierung wird nun in 2025 gerechnet. Laut FDP wird mit dem Bau eines Radwegs aber nicht vor 2028 begonnen.

Die Landstraße L239. Foto: Straßen.NRW

Nach wie vor kommt es durch den historischen Verlauf, die engen Kurvenradien und der hohen Verkehrsdichte auf der L 239 im Schwarzbachtal zwischen Ratingen und Mettmann zu Engpässen und Gefährdungssituationen. Damit soll nun endlich Schluss sein – teilen Landtagsabgeordnete von CDU und FDP mit. Der Landesbetrieb Straßen NRW plant demnach die Sanierung der stark befahrenen Straße, nach einer in dieser Woche veröffentlichen Antwort des Verkehrsministeriums, im Jahr 2025.

Auch in Bezug auf den Neubau eines straßenbegleitenden Geh- und Radwegs an der L 239 tue sich etwas. So hat der Kreistag auch auf Antrag der CDU und der Grünen in seiner Sitzung am vergangenen Montag im Nachtragshaushalt verankert, dass die Planungsleistung für eben diesen an ein externes Planungsbüro vergeben werden soll. Mit dieser Unterstützungsleistung für den Landesbetrieb, soll ohne großen Zeitverzug die Planung zur Sanierung der Straße sowie des Neubaus des Geh- und Radwegs, erfolgen.

„Wir sind sehr froh, dass die Kreistagsfraktionen der CDU und Grünen diese Initiative im Kreistag mit auf den Weg gebracht haben und können nur unterstützen, dass Sanierung der Straße und Bau des Geh- und Radwegs im Zusammenhang gesehen werden muss“, so der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Jan Heinisch. Ina Besche-Krastl, Landtagsabgeordnete der Grünen, ergänzt dazu: „Dort wo wir Straßen sanieren, müssen wir die Chance nutzen und das Radwegenetz mitbedenken und ausbauen. Dem wachsenden Bedarf einer guten und sicheren Radwegeverbindung tragen wir so Rechnung“. „Wir sind optimistisch, dass der gemeinsame schwarz-grüne Einsatz auf allen Ebenen, ob im Kreis oder im Land, jetzt endlich zum Erfolg führt und wir so schnell wie möglich an dieser Engstelle Abhilfe schaffen können“, betont Martin Sträßer, CDU-Landtagsabgeordneter für Mettmann.

Die drei Landtagsabgeordneten betonen abschließend, dass mit dem Kreistagsbeschluss der Weg frei ist, sodass das Land und der Kreis nun gemeinsam an einer Lösung arbeiten können.

Skeptischer schaut MdL Dirk Wedel (FDP) auf die Angelegenheit. Nach Antworten, die er erhalten hat, ist von einer gemeinsamen Umsetzung von Straßensanierung und Schaffung eines Radwegs nicht die Rede. Die Sanierung der Straße beginne im besten Fall Ende nächsten Jahres, der Bau des begleitenden Radweges sei frühestens 2028 möglich. Dirk Wedel begrüßt aber, „dass die Sanierung der Straße nicht durch ein Abwarten auf den Neubau des Radwegs verzögert werden soll“.

Dirk Wedel erklärt dazu: „Verkehrssicherheit steht vor verkehrspolitischer Ideologie. Es ist gut und richtig, dass die Landesregierung diese Tatsache weiter anerkennt. Damit das auch so bleibt, begleiten wir die Sanierung der L239 weiterhin aufmerksam. Dass ein Baubeginn Ende 2024 und damit sechs Jahre nach Beginn der jüngsten Planungen nur das optimistische Szenario ist, zeigt aber auch, wie dringend wir Planungsverfahren in Nordrhein-Westfalen beschleunigen müssen.“


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