Dienstag | 28. Mai 2024
 
Mettmann  | 

Legionellen-Befund in Gemeinschaftsgrundschule am Neandertal

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Laut Stadt ist ein Wasserhahn betroffen. Gestern Abend wurden die Öffentlichkeit und die Politik im Fachausschuss informiert.

Symbolbild: pixabay.com

Die Stadt hat ganz offenbar aus den Erfahrungen rund um den Legionellenbefund in der Kita Rheinstraße in diesem Jahr Konsequenzen in Sachen Kommunikation gezogen. Nun gibt es eines Legionellenfund in der Grundschule am Neandertal. Darüber hat die Verwaltung gestern am frühen Abend in einer Pressemitteilung die Öffentlichkeit und parallel die Politik in der gemeinsamen Sitzung des Schul- und des Planungsauschusses informiert.

In der Kita Rheinstraße, in der es zuletzt einen Legionellenbefall gegeben hatte, wurden bei einer Beprobung nun keine Legionellen mehr im Trinkwasser nachgewiesen. Die Kita und die Eltern wurden darüber bereits informiert.

Bei einer routinemäßig durchgeführten Kontrolle ist im für Schülerinnen und Schüler nicht zugänglichen Küchenbereich der Gemeinschaftsgrundschule am Neandertal am Dienstagabend ein Legionellenbefund in der Warmwasserleitung eines Spülbeckens festgestellt worden. Der Wert lag bei 1600 KBE/100 ml (KBE = Koloniebildende Einheiten).

Da es sich nicht um eine „aerosolbildende Entnahmestelle“ handelt, an der Wasser vernebelt wird (wie etwa bei einer Dusche), und der Wert bei unter 10.000 KBE/100 ml liegt, bestand laut Verwaltung „keine akute Gesundheitsgefahr für Personen, die mit dem Wasser in Kontakt gekommen sind. Die Schule wurde sofort informiert und hat umgehend reagiert und das Wasser in dem betroffenen Bereich abgesperrt“.

Gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt, das sofort durch die Stadtverwaltung informiert wurde, hat die Abteilung Schulverwaltung direkt die weiteren Maßnahmen abgestimmt. So wurde ein zusätzliches Spülbecken mit einer eigenen Wasserzufuhr installiert. Betroffen ist nur die Warmwasserleitung eines Spülbeckens, alle weiteren Wasserleitungen sind nicht von dem Legionellenbefund betroffen, sodass keine weitere Gefahr besteht.

„Sicherheitshalber wurde der Mensabetrieb am Mittwoch und Donnerstag ausgesetzt und auf gelieferte Speisen für die Kinder zurückgegriffen, die nicht in der Küche zubereitet werden mussten“, teilt Dezernent Marko Sucic im Ausschuss mit. Ein sicherer Mensabetrieb sei mit Installation des neuen Spülbeckens und dem Absperren der betroffenen Wasserleitung gewährleistet.

Ein Informationsschreiben mit allen Details und Informationen wurde an die Schule verschickt und wird an die Eltern der Schülerinnen und Schüler weitergegeben. Die betroffene Wasserleitung wird unterdessen regelmäßig entsprechend eines mit dem Kreisgesundheitsamt erarbeiteten Konzeptes gespült und wird zeitnah erneut beprobt. Anschließend dauert es 14 Tage, bis die Proben ein aussagekräftiges Ergebnis liefern.


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