Dienstag | 4. August 2020
 
Mettmann  | 

Neue Technik erleichtert den Operateuren die Arbeit

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Der Gefäßchirurg während der Operation. Auf dem Monitor sieht er deutlich das OP-Feld bzw. die Gefäße. Foto: EVK
Der Gefäßchirurg während der Operation. Auf dem Monitor sieht er deutlich das OP-Feld bzw. die Gefäße. Foto: EVK

Das mobile bildgebende Medizingerät, das auf Röntgentechnologie beruht, kann künftig durch die Operateure der unterschiedlichen Fachbereiche im OP genutzt werden.

Das Evangelische Krankenhaus Mettmann hat – auch dank einer Spende des Fördervereins – in einen neuen C-Bogen investiert. Dabei handelt es sich um ein mobiles bildgebendes Medizingerät, das auf Röntgentechnologie beruht und künftig durch die Operateure der unterschiedlichen Fachbereiche im OP genutzt werden kann.

Im EVK Mettmann werden die Chirurgen aus den Abteilungen Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, sowie der Allgemein- und Viszeralchirurgie den C-Bogen nutzen. Er kommt intra-operativ, also während der Operation zum Einsatz und kann anatomische Details des Gefäßsystems, Knochen und zum Beispiel Nierensteine oder Gallensteine hochauflösend darstellen. Darüber hinaus wird die genaue Lage von Implantaten, Kathetern, Stents und Instrumenten präzise erkennbar und überprüfbar.

„Meine Kollegen und ich können mit Hilfe des C-Bogens bereits während des operativen Eingriffes den Erfolg unserer Arbeit sehen – oder eben Ungenauigkeiten entdecken, die umgehend korrigiert werden können“, erklärt Dr. med. Guido Eickmann, Chefarzt der Gefäßchirurgie.

Das Besondere an dem Medizingerät ist seine Beweglichkeit als sogenannte Hybridlösung. Bei annähernd gleicher Qualität einer großen stationären Durchleuchtungsanlage, kann der C-Bogen mobil von einem OP-Saal in den anderen geschoben werden. Darüber hinaus ermöglicht er auch am OP-Tisch durch seinen beweglichen „Arm“ horizontale und vertikale Aufnahmen mit der Option einer 3D-Rekonstruktion.

„Wir freuen uns sehr, ein weiteres, bildgebendes High-Tech-Gerät in unserem OP zur Verfügung zu haben, das uns als Chirurgen die Arbeit und Erfolgskontrolle erleichtert und gleichzeitig bei  unseren Patienten zu nochmals verbesserten Behandlungsergebnissen und reduzierter Strahlenbelastung führt“, sagt Chefarzt Dr. med. Uwe Knaust, Leiter der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Durch die direkte Kontrolle des Röntgenbildes am Befundmonitor während der Operation sollen Folgeeingriffe und Korrekturen zukünftig vermieden werden.

Chefarzt Dr. med. Andrzej Kaminski, Leiter der Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie profitiert ebenso von der Investition: „Wir können durch die wirklich tolle Bildqualität jeden Bruch an den Armen und Beinen optimal versorgen, insbesondere aber auch Frakturen des Beckens oder der Wirbelsäule. Es ist eine wirkliche Bereicherung für unsere chirurgische Arbeit“, so der Chefarzt.


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