Mittwoch | 22. November 2017
 
Neanderland  | 

Der Brandschaden wird auf 100.000 Euro geschätzt

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Feuer in einer Spielhalle hielt die Feuerwehr Velbert heute Nacht drei Stunden lang in Atem.

Zur Spielhalle an der Heiligenhauser Straße rückte due Wehr heute Morgen aus. Foto: Feuerwehr Velbert

Hauptamtliche Wache und die beiden ehrenamtlichen Löschzüge aus Velbert Mitte wurden heute Nacht um 1.51 zum Brand in einer Spielhalle an der Heiligenhauser Straße gerufen. Die ersten Kräfte trafen bereits sechs Minuten nach der Alarmierung ein und stellten in der Tat eine starke Rauchentwicklung fest.

Der Einsatzleiter setzte einen Trupp unter Atemschutzgeräten mit Brechwerkzeug ein, um sich gewaltsam Zugang zu dem Objekt zu verschaffen und danach mit der ersten Schlauchleitung zur Brandbekämpfung ins Gebäude vorgehen. Für die nachrückenden Kräfte gab er den Befehl, von der Hardenberger Straße aus vorzugehen. Die dort eintreffenden Einheiten verschafften sich ebenfalls gewaltsam Zugang zum Gebäude und gingen ebenfalls mit einer Schlauchleitung in das Gebäude vor. Der Brandherd konnte schnell inmitten der Spielhalle gefunden und abgelöscht werden.

Allerdings hatten die Flammen bereits auf die abgehängte Deckenkonstruktion übergegriffen, die bereits in weiten Teilen herabgestürzt war. Die darüber verlegten Kabelleitungen waren weitestgehend verschmort und sorgten für eine massive Rauch- und Rußbelastung des gesamten Objektes inklusive aller Einrichtungsgegenstände, sodass der Schaden vorläufig auf rund 100.000 Euro geschätzt wird.

Nach Belüftung und Ausleuchten der Einsatzstelle wurden weitere Glutnester mit Hilfe einer Wärmebildkamera gesucht und abgelöscht, ehe die Einsatzstelle der Polizei übergeben wurde, die die Brandursachenermittlung übernehmen wird.

Die zur Schaffung von Reserven nachalarmierten Kräfte aus dem Einsatzbereich Neviges kamen indes nicht mehr zum Einsatz. Glücklicherweise kam es nicht zu Personenschäden, da die Spielhalle zum Zeitpunkt des Brandes geschlossen hatte. Feuerwehr und Rettungsdienst mussten gleichwohl eine Person betreuen, die sich – wohl überrascht durch das Einsatzgeschehen – panisch auf den Balkon ihrer Wohnung des Nachbarhauses flüchtete. Nach kurzer Betreuung konnte diese Person aber wieder in ihre Wohnung zurück geführt werden und hat den Rest der Nacht hoffentlich friedlich geschlafen. Für die rund 50 Einsatzkräfte war nach Abschluss des Einsatzes um 4.41 Uhr und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft durch Auffüllen der Fahrzeuge kaum noch zu denken.


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