Donnerstag | 29. September 2022
 
Kurz notiert im Neanderland  | 

Energiepreise steigen: Stadtwerke Velbert geben Gasumlage und gestiegene Beschaffungskosten weiter

Von

Aufgrund der sprunghaft angestiegenden Gas- und Strompreise sowie der geänderten gesetzlichen Abgaben sind auch die Stadtwerke Velbert gezwungen, ihre Preise anzupassen. Dies betrifft in erster Linie die Grundversorgungstarife bei Strom und Gas. Die Erhöhung tritt zum 1. November in Kraft. Von der geplanten Mehrwertsteuer-Senkung auf Erdgas profitieren alle Kunden in vollem Umfang.

Kunden und Kundinnen in der Strom- und Gas-Grundversorgung erhalten in diesen Tagen Post von den Stadtwerken Velbert mit Informationen zu den neuen Preise ab dem 1. November 2022. „Die Energieversorgung befindet sich in einer Krise. Dies hat auch Auswirkungen auf die Beschaffungskosten. Daher sind wir gezwungen, dies über Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben“, sagt Stefan Freitag, Geschäftsführer der Stadtwerke Velbert. Der Krieg in der Ukraine und die Verknappung der Energielieferungen habe die Preisexplosion der letzten zwölf Monate zusätzlich befeuert. „Trotz einer optimierten Beschaffungsstrategie der Stadtwerke und einer ständigen Verbesserung der Kosteneffizienz können die Energiepreissteigerungen nicht mehr ausgeglichen werden.“

Beschaffungskosten gehen durch die Decke

Die Situation auf dem Energiemarkt ist außergewöhnlich: „Die Beschaffungskosten für Strom haben sich innerhalb der letzten zwölf Monate mehr als verfünffacht, beim Gas sogar mehr als versechsfacht“, nennt Stefan Freitag als wesentliche Gründe für die Verteuerung. Doch es kommen zusätzliche Preistreiber hinzu: allen voran die sogenannte Gasumlage, die der Bund in Höhe von 3,261 Cent (brutto) je Kilowattstunde (kWh) beschlossen hat. Diese enthält u. a. neben der Gasbeschaffungs- auch die Gasspeicherumlage.

Grundversorgung: Die neuen Gas- und Strompreise ab 1. November 2022

In der Grundversorgung Gas steigt im Wesentlichen der vom Verbrauch abhängige Arbeitspreis, nämlich von 9,465 Cent auf 21,822 Cent pro kWh (brutto), der fixe Grundpreis erhöht sich geringer um 1,78 Euro auf 22,13 Euro pro Monat. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 15.000 kWh bedeutet das einen monatlichen Aufwand von 294,90 Euro, verglichen mit 138,66 Euro vor der Preisanpassung.

Damit die Kunden durch die Mehrwertsteuer auf die Gasumlagen nicht zusätzlich belastet werden, wird die Mehrwertsteuer auf den gesamten Gasverbrauch von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Die Reduzierung wird von den Stadtwerken komplett an die Kunden weitergegeben.


Alle Rechte vorbehalten.

Wo kann ich diesen Artikel kommentieren?

Leider bieten wir diese Funktion nur unseren Abonnenten an. Registrieren können Sie sich hier. Sollten Sie bereits Abonnent von Taeglich.ME sein, so können Sie sich hier einloggen und diesen Artikel kommentieren.