Sonntag | 21. April 2024
 
Neanderland  | 

Gemeinsam gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger

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Das Gesundheitsamt des Kreises beglückwünscht Krankenhäuser.

v.l.: Alexander Triebs (stellvertretender Abteilungsleiter Gesundheitsschutz), Sabine Hoffmann (Krankenhaushygienikerin beim Kreis Mettmann), Claudia Krüger (Hygienefachkraft im St. Martinus Krankenhaus in Langenfeld), Kreisgesundheitsamtsleiterin Dr. Ruzica Susenburger, Tobias Jahn (Gesundheitsamt), Marina Sawazki (Hygienefachkraft im St. Josef-Krankenhaus) und Nadine Miertsch (Kaufmännische Leiterin im St. Josef-Krankenhaus). Foto: Kreis Mettmann

Zwei Krankenhäuser im Kreis Mettmann haben jetzt das „MRE-Siegel“ vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG NRW) für die Vorbeugung und Bekämpfung von MRE (multiresistenten Erregern) erhalten. Das St. Josef-Krankenhaus in Haan und das St. Martinus Krankenhaus in Langenfeld wurden mit dem MRE-Siegel zertifiziert.

Im Zeitraum von 2019 bis 2022 haben die beiden Krankenhäuser mehrere Stationen zur Zertifizierung durchlaufen. Das Siegel ist für zwei Jahre gültig und ein sichtbares Zeichen für den Einsatz der Krankenhäuser. Für den Erwerb des Qualitätssiegels müssen verschiedene Qualitätsziele erreicht und präventive Maßnahmen umgesetzt werden. Hierzu gehören beispielsweise die Teilnahme an Qualitätszirkel und Schulungen sowie ein angepasstes Hygienemanagement.

Das Kreisgesundheitsamt lobt das vorbildliche und umsichtige Verhalten des St. Josef-Krankenhauses sowie des St. Martinus Krankenhauses. Anlässlich dieses Erfolges überreichte die Gesundheitsamtsleiterin des Kreises Mettmann, Dr. Ruzica Susenburger, den Klinikvertretern eine Urkunde für diese besondere Leistung. „Seit Jahren nehmen die Infektionen mit multiresistenten Erregern zu. Umso wichtiger ist es, vor allem durch Hygienemaßnahmen vorzubeugen und die Verbreitung einzudämmen. Der Kreis Mettmann und verschiedene medizinische Einrichtungen haben sich daher in einem Netzwerk zusammengetan, um gemeinsam der Entstehung und Verbreitung von multiresistenten Erregern den Kampf anzusagen“, so Dr. Susenburger.

In einem MRE-Netzwerk tauschen sich die beteiligten Akteure darüber aus, wie die Infektion mit multiresistenten Erregern vermieden und ihre Ausbreitung verhindert werden kann. Das kann nur dann gut gelingen, wenn alle Institutionen gut miteinander vernetzt sind. Gefahren sich mit MRE zu infizieren, lauern an vielen Stellen im Alltag. Wenn sich beispielsweise Bewohner in einem Altenheim mit einem multiresistenten Erreger infizieren, könnten sie ihn bei einem Krankenhausaufenthalt dort verbreiten – oder umgekehrt. Daher sind im MRE-Netzwerk unter anderem Krankenhäusern, Einrichtungen für Senioren, Rettungsdienst, niedergelassene Ärzte und der öffentliche Gesundheitsdienst (Gesundheitsamt) vertreten.


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