Mittwoch | 20. Juni 2018
 
Kurz notiert im Neanderland  | 

Haan: Vierjähriges Kind bei Unfall schwer verletzt

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Heute um 8.47 Uhr kam es an der innerörtlichen Landstraße im Industriepark Haan-Ost zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Junge von einem Pkw erfasst und dabei lebensgefährlich am Kopf verletzt wurde.

Ein angeforderter Rettungshubschrauber flog das schwerstverletzte Kind nach notärztlicher Erstversorgung am Unfallort in die Uni-Klinik nach Düsseldorf. Dort verblieb der Junge zur intensivmedizinischen Behandlung. Nach aktueller Auskunft der dort behandelnden Ärzte besteht inzwischen aber keine akute Lebensgefahr mehr für den kleinen Patienten.

Zur Unfallzeit war ein 32-jähriger Mann aus Haan, zusammen mit seinen beiden zweieinhalb- und viereinhalbjährigen Kindern, zu Fuß an der Landstraße in Haan-Ost unterwegs. In Höhe der Einmündung Rheinische Straße wollten die drei als Fußgänger die Straße überqueren, um dadurch auf den Gehweg gegenüber der Einmündung zu gelangen. Hierbei erreichte man zunächst auch ohne Probleme die als Mittelinsel in der Fahrbahn gebaute Querungshilfe für Fußgänger. Während der Vater und das an der Hand geführte kleinere Kind dort stoppten, lief der Viereinhalbjährige jedoch weiter, um auch die restliche Fahrbahn sofort zu überqueren.

Nach dem Ergebnis erster polizeilicher Ermittlungen, erkannte der Junge wohl sehr schnell sein falsches Verhalten. Das Kind stoppte, drehte um und kehrte tragischerweise wieder zurück zur Mittelinsel. Hierbei wurde der Junge vom Auto eines 20-jährigen Haaners erfasst, der die Landstraße in Fahrtrichtung Wuppertal und A46 befuhr, dabei das Kleinkind und dessen Verhalten auf der Fahrbahn zu spät erkannte.

Der Pkw-Fahrer blieb nach eigenen Angaben unverletzt. Eine schnelle Betreuung des geschockten Vaters, des zweieinhalbjährigen Jungen sowie der nach dem Unfall sofort unterrichteten Mutter des Unfallopfers, wurde mit Hilfe der Caritas Haan umgehend veranlasst. Für die Dauer der Rettungs-, Bergungs- und Unfallaufnahmearbeiten sowie zur Landung des Rettungshubschraubers wurde eine Fahrspur der Landstraße für beinahe zwei Stunden gesperrt, der Verkehr von der Polizei geregelt.

Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang nahmen schon am Unfallort Ermittler vom zuständigen Verkehrskommissariat auf. Diese suchen auch weiterhin dringend nach unbeteiligten Unfallzeugen, die sich beispielsweise als Fahrgäste des öffentlichen Personennahverkehrs im Bereich der unmittelbaren Unfallstelle, in einem Bus oder wartend an einer nahen Bushaltestelle aufgehalten haben. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Haan, Telefon 02129&9328-6480, jederzeit entgegen.


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