Montag | 11. Mai 2026
 
Neanderland  | 

Keine Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt

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19.206 Menschen waren im April im Kreis arbeitslos, 164 mehr als im März. Die Arbeitslosenquoten bleibt bei 7,2 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit sinkt um 1,5 Prozent.

Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann.

Eine Frühjahrsbelebung ist auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Mettmann im April nicht zu erkennen. Die wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen bremsen die Entwicklung weiterhin aus. Die Arbeitslosigkeit ist leicht gestiegen, während die Quote unverändert bleibt. „Erfreulich ist jedoch, dass die Jugendarbeitslosigkeit auch im April weiter gesunken ist und der Arbeitsmarkt in Bewegung bleibt: Mehr als 1.000 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit im April durch die Aufnahme einer Beschäftigung beenden. Das zeigt, dass trotz der aktuellen Lage auch weiterhin Chancen bestehen“, so Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Mettmann im April leicht gestiegen. 19.206 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 164 Personen mehr (0,9 Prozent) als im März und 113 Personen bzw. 0,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,2 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 7,2 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 6.783 Personen (126 Personen mehr als im Vormonat und 370 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 12.423 Arbeitslose registriert (38 Personen mehr als im Vormonat, aber 257 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 65 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Jugendarbeitslosigkeit

1.537 der Arbeitslosen sind im April unter 25 Jahre alt. Das waren 24 weniger als im März und 71 mehr als vor einem Jahr.

Langzeitarbeitslose

7.340 der Arbeitslosen sind im April länger als ein Jahr arbeitslos. Das sind 80 Personen mehr als im Vormonat und 44 mehr als vor einem Jahr. Von allen Langzeitarbeitslosen zählen 89 Prozent (6.519 Personen) zur Grundsicherung.

Unterbeschäftigung

Eine wichtige Größe ist die Unterbeschäftigung. Sie erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch die Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder aus sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden.

Die gesamte Unterbeschäftigung inklusive der arbeitslos gezählten Menschen umfasst im Berichtsmonat 23.246 Personen. Das sind 32 Personen mehr als im Vormonat und 455 Menschen oder 1,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 8,6 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 8,8 Prozent.

Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.559 Personen arbeitslos. 3.395 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit.

Stellenangebot

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 467 Stellen wurden im April neu gemeldet (106 weniger als im Vormonat und 274 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung. Aktuell befanden sich damit 2.258 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Berufliche Weiterbildung

Die Zahl der Teilnehmenden an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung hat sich im Berichtsmonat um 31 auf 1.361 Menschen verringert. Die Agentur für Arbeit Mettmann bietet hierzu laufend Beratungen, Infoveranstaltungen und finanzielle Unterstützung rund um Aus- und Weiterbildung an.


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