Donnerstag | 9. April 2020
 
Neanderland  | 

Mehr als 20 Trickanrufe in kurzer Zeit

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Warnung der Polizei: Trickbetrügerinnen gaben sich als vermeintliche Enkel aus. Diesmal reagierten die Angerufenen alle richtig - und legten auf.

Symbolbild Trickanruf: Kreispolizeibehörde

Gestern hat die Kreispolizeibehörde Mettmann erneut eine Welle von Trickbetrugsversuchen registriert. Insbesondere in den Städten Hilden und Heiligenhaus, vereinzelt aber auch in anderen Städten im Kreisgebiet, haben sich weibliche Anruferinnen als vermeintliche Enkelinnen von Seniorinnen und Senioren ausgegeben und so versucht, an Bargeld und andere Wertgegenstände ihrer potenzielle Opfer zu gelangen.

Insgesamt zählte die Polizei seit den Mittagsstunden bereits über 20 solcher Anrufe. Fast immer gingen die in diesem Fall weiblichen Trickbetrügerinnen nach dem gleichen Muster vor: Sie riefen bei vornehmlich älteren Bürgerinnen und Bürgern an und gaben sich als deren Enkelin aus. Man habe gerade eine Wohnung oder ein Haus gekauft, müsse nun zur Kaufabwicklung jedoch vorab eine hohe Geldsumme (zwischen 20.000 Euro und 50.000 Euro) in bar bezahlen, damit der Kauf beim Notar abgewickelt werden könne.

Durch geschickte Gesprächsführung versuchten die Trickbetrügerinnen am Telefon so viel Druck bei den Angerufenen aufzubauen, dass diese ihre Ersparnisse bei der Bank abheben und an einen Abholer aushändigen. Glücklicherweise ist es diesmal nach aktuellem Stand der Erkenntnisse bislang jedoch zu keinem Schaden gekommen – weil die Angerufenen ausnahmslos richtig reagierten und einfach auflegten.

Diese konkrete Anrufswelle nimmt die Kreispolizeibehörde Mettmann noch einmal zum Anlass, um eindringlich vor der Masche der Trickbetrüger zu warnen, die sich am Telefon als vermeintliche Angehörige meist hochbetagter Bürgerinnen und Bürger ausgeben.

Beim so genannten „Enkeltrick“ benutzen die kriminellen Anrufer variierende Legenden und Maschen für ihre Betrugshandlungen. Mal melden sie sich am Telefon als vermeintliche Familienangehörige, Freunde oder Bekannte der Angerufenen und täuschen analog zum sogenannten „Enkeltrick“ eine akute, meist finanzielle Notlage vor, aus denen die Angerufenen durch Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen möglichst schnell heraushelfen sollen.

In allen Fällen haben es die betrügerischen Anrufer gezielt auf die Finanzen und Wertgegenstände der Angerufenen abgesehen. Sobald sich Angerufene zur Hilfe für den „notleidenden Angehörigen“ bereit erklären, wird ein Bote angekündigt, der sich nur wenig später persönlich meldet, dabei oft mit einem am Telefon zuvor vereinbarten Kennwort ausweist und das Geld oder andere Werte der betrogenen Opfer abholt.


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