Dienstag | 28. Mai 2024
 
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„Mettmann, Wülfrath und Heiligenhaus kassieren bei den Bürgern am meisten ab“

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Die Mettmanner M.U.T-Fraktion hat ein Städte-Ranking 2023 im Kreis Mettmann in Sachen Steuern, Gebühren und Abgaben erstellt.

Symbolbild: TME

Mettmann, Wülfrath und Heiligenhaus kassieren bei den Bürgern am meisten ab. Die drei Städte liegen bei einem Kreis-Vergleich der städtischen Steuern, Abgaben und Gebühren vorn. Die Wählergemeinschaft Mettmann. Unabhängig. Transparent. (M.U.T.) hat ein Ranking erstellt, das Abgaben, Gebühren und Steuern aller zehn kreisangehörigen Städte miteinander vergleicht. Die Übersicht basiert auf zehn kommunalen Kosten: Grundsteuer B, Abfallgebühren, Gebühren für Niederschlags- und Schmutzwasser, Hundesteuer, Betreuungskosten für Kita und OGS sowie Gebühren für Bibliothek, Musikschule und Schwimmbad. Zugrunde gelegt wurde ein Vier-Personen- Haushalt mit zwei Erwachsenen, zwei Kindern (drei und sieben Jahre alt) und einem Hund.

„Den unrühmlichen Spitzenplatz“, so M.U.T., in dieser Tabelle nehme die Stadt Mettmann ein. Dort schlagen Abgaben, Gebühren und Steuern mit 6.582 Euro im Jahr zu Buche. Das zeigt das Städte-Ranking, das die Wählergemeinschaft zusammengestellt hat. Auf dem zweiten Platz folgt Heiligenhaus mit 6.468 Euro, dicht gefolgt von Wülfrath mit 6.387 Euro auf Rang 3. Mit Abstand am günstigsten lebt es sich in Monheim. Hier zahlt der Musterhaushalt nur 1.825 Euro im Jahr. Schon mehr als doppelt so viel – aber im Vergleich immer noch wenig – zahlt die Familie in Langenfeld. Hier sind es 3.753 Euro im Jahr. Velbert steht mit 4.332 Euro im Jahr noch relativ gut da. Hintergrund ist vor allem der Wegfall von Kita-Gebühren. Mit jährlichen Kosten zwischen 5.064 Euro und 5.644 Euro bewegen sich die Städte Erkrath, Ratingen, Hilden und Haan im Mittelfeld. Die kreisweite Durchschnittsbelastung wird in dem Ranking mit 5.061 Euro im Jahr angegeben.

Große Unterschiede gibt es bei der Grundsteuer B, die Eigentümer und Mieter gleichermaßen betrifft. Mit einem Hebesatz von 720% nimmt die Stadt Mettmann die Spitzenposition ein. Damit ist das Wohnen in Mettmann vergleichsweise teuer. In Monheim beträgt der Steuersatz lediglich 250%. Ein Exkurs zur Gewerbesteuer zeichnet ein ähnliches Bild. Auch hier belegt die Stadt Mettmann mit einem Hebesatz von 510% den ersten Platz, gefolgt von Heiligenhaus mit 475%. Am wenigsten Steuern zahlen die Unternehmen in Monheim (250%) und Langenfeld (299%). Steuern verlangen die Städte auch für das Halten eines Hundes. In Wülfrath sind es 168 Euro im Jahr. Dagegen verlangt Monheim 96 Euro.

Bei den Gebühren für Niederschlags- und Schmutzwasser zeigt sich ein anderes Bild. Hier muss der Musterhaushalt in Monheim insgesamt 881 Euro berappen, während es in Haan nur 483 Euro kostet. In Hilden bekommt man seinen Abfall am günstigsten entsorgt. Die zweiwöchige Leerung einer 120 Liter Restmülltonne kostet hier 163 Euro im Jahr. Auch in Langenfeld (175 Euro) und Ratingen (180 Euro) wird man seinen Müll relativ preiswert los. Am teuersten ist die Abfallentsorgung in Mettmann. Hier schlägt der Müll mit 337 Euro im Jahr zu Buche. Es folgen Wülfrath mit 301 Euro und Monheim mit 265 Euro.

kinderbetreuung

Familien mit Kindern kommt das Leben in Wülfrath, Heiligenhaus und Mettmann besonders teuer zu stehen. Für die Kinderbetreuung in Kita und OGS entstehen bei einem Haushaltsbruttoeinkommen von 72.000 Euro jährliche Gesamtkosten zwischen 4.056 Euro bis 4.146 Euro. In Monheim bekommen Eltern die Kinderbetreuung zum Nulltarif.

Bei den städtischen Angeboten hat M.U.T. die Gebühren für Hallenbäder, Stadtbibliotheken und Musikschulen miteinander verglichen. Ein Schwimmbadbesuch ist für die vierköpfige Familie in Langenfeld (9 Euro) und Mettmann (10,50 Euro) am günstigsten. In Hilden (17 Euro) und Erkrath 19,10 Euro) schwimmt es sich am teuersten. Die Jahresbeiträge für die Stadtbibliotheken bewegen sich zwischen 31,50 Euro (Ratingen) und 20 Euro in Erkrath, Hilden und Haan. In Heiligenhaus und Monheim können Bürgerinnen und Bürger kostenfrei Bücher ausleihen. Für die musikalische Früherziehung rufen die städtischen Musikschulen für ein Kind Jahresbeiträge zwischen 168 Euro in Erkrath und 315 Euro in Mettmann sowie Wülfrath auf. Letztere verfügt über keine eigene städtische Musikschule – die Nachbarstadt Mettmann bietet Wülfrather Kindern den Kurs vor Ort an.


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