Dienstag | 26. Mai 2020
 
Kurz notiert im Neanderland  | 

SPD fordert neue Machbarkeitsstudie für Circle-Line

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Bereits seit Mitte der 90er Jahre fordert die SPD im Kreis Mettmann eine schienengebundene Circle-Line, eine Anbindung Wülfraths an das Schienensystem. Doch bisher scheiterte dieses Vorhaben stets an den zu erwartenden Kosten.

Axel C. Welp, verkehrspolitischer Sprecher der SPD im Mettmanner Kreistag: „Aktuell beabsichtigt die Bundesregierung Milliarden Euro in die Erweiterung des deutschen Schienennetzes zu investieren. Vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadebatte und CO2 Einsparungsziele der Bundesregierung sollten wir daher jetzt die Chance ergreifen, um die Schienennetz-Lücken im Kreis Mettmann zu schließen und somit auch eine verbesserte Anbindung Wülfraths an den SPNV zu erzielen. Bereits seit Mitte der 90er Jahre fordert die SPD diese Anbindung“.

Damit greift Welp eine Initiative des Rates der Stadt Wülfrath auf, die derzeit beabsichtigt, mit der Strategie Wülfrath 22plus einwohnermäßig zu wachsen.
Ziel soll es dabei sein, zusätzliche Einkommensteuereinahmen zu generieren und dadurch den städtischen Haushalt mit zu konsolidieren. Die Schwerpunkte der Strategie liegen dabei auf Wohnen, Arbeit und Mobilität.

Mit der laufenden Regionalplanänderung Düsseldorf wird aus Sicht der SPD ein Potenzial an zusätzlichen Wohnbauflächen entstehen. „Mehr Wohnbauflächen und damit mehr Einwohner bedeuten auch mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die künftig zu ihrer Arbeitsstelle ein- und auspendeln. Auch geplante Gewerbeansiedlungen insbesondere auf dem ehemaligen Hebmüller-Areal und am ehemaligen Bahnhof in Wülfrath lassen dies erwarten. Schon allein wegen der beschlossenen Klimaschutzziele ist es umso wichtiger, den ÖPNV und SPNV attraktiver zu gestalten. Eine alleinige Fokussierung auf Busverbindungen kann hier keine Lösung sein“, so Welp.

Jens Geyer, Vorsitzender der SPD im Kreis Mettmann: „Die Regiobahn S28 Kaarst- Mettmann ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie erfolgreich schienengebundener Nahverkehr sein kann. Die verbesserte Anbindung Wülfraths an das übergeordnete Schienennetz wird zweifelsohne ein Kraftakt, aber sie kann einen sehr wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende leistet.“


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