Tarifabschluss für rund 700.000 Beschäftigte im NRW-Einzelhandel
Nach fünf Verhandlungsrunden haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di in NRW) und die Arbeitgeberseite gestern Abend auf einen Tarifabschluss für die rund 700.000 Beschäftigten im Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen geeinigt.
Die Beschäftigten erhalten damit ab 1. August 2026 drei Prozent und im Mai 2027 weitere zwei Prozent mehr Entgelt. Die Ausbildungsvergütungen steigen überproportional. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 25 Monaten. Für die Beschäftigten in den untersten Entgeltgruppen wird ein tariflicher Mindeststundenlohn von 14,20 Euro ab August 2026 und von 14,90 Euro ab Mai 2027 festgelegt.
Henrike Eickholt, ver.di-Landesfachbereichsleiterin und Verhandlungsführerin für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen: „Wir haben in harten Verhandlungen ein Ergebnis erreicht, das den Beschäftigten spürbare Entgeltsteigerungen bringt. Das war nur möglich, weil unsere Kolleg*innen in den Betrieben mit ihren Warnstreiks deutlich gemacht haben, dass sie für ihre Forderungen kämpfen. Nur so konnte die seit Mai andauernde Blockadehaltung der Arbeitgeber – insbesondere gegen ein tarifliches Mindeststundenentgelt – durchbrochen werden.“
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