Donnerstag | 2. Juli 2020
 
Kurz notiert im Neanderland  | 

Velbert | Der Strukturwandel und seine Chancen

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Schon historisch gesehen ist der Strukturwandel insbesondere in Velbert immer wieder ein Thema. Zu der Frage wie man den Wandel in der Arbeitswelt schaffen kann und weiterhin Arbeitsplätze sichern zu können, lud der Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD Velbert, Rainer Hübinger,  zu einer Podiumsdiskussion ein. Zu Gast waren Silke Iffländer von der Gewerkschaft Verdi, die Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese und der IHK-Zweigstellenleiter Marcus Stimler.

Wo Veränderung ist, bestehen auch Chancen, dies war eine der zentralen Aussagen in der Diskussion. Der Wandel hin zu Elektroautos solle kein Problem für die örtlichen Automobilzulieferer darstellen. Denn: „Auch Elektroautos brauchen Schließsysteme“, stellte Hübinger fest. Solche Chancen sieht Kerstin Griese zum Beispiel aber auch im Tourismus und Dienstleistungssektor. „Das ist eine wachsende Branche.“, meinte sie dazu.

Das Publikum zeigte großes Interesse an der Diskussion und beteiligte sich durch Wortbeiträge. „Strukturwandel braucht Flächen. Es ist ein Irrweg zu denken, dass wir diese in Velbert nicht bräuchten, diesen werden wir als SPD nicht gehen.“, kündigte Hübinger an. In diesem Zusammenhang unterstützt die SPD Velbert das in Velbert nicht unumstrittene Projekt des Gewerbegebiets „Große Feld“.

Ein weiterer Aspekt des Wandels ist die Digitalisierung, die viel in der Arbeit verändert. Alte Stellen fallen weg, neue kommen hinzu. Auch Startups sind ein Thema. „Die Wirtschaftsförderung muss sich umstellen, um auch solchen Unternehmen eine Möglichkeit zu geben,“ so Hübinger. Es sei ein Ziel der SPD noch mehr dieser Unternehmen nach Velbert zu bringen und mehr Raum für diese zu schaffen, um sie so zu unterstützen.

Die Resonanz zur Auftaktveranstaltung werteten die Sozialdemokraten als  „sehr positiv“. In Zukunft plant die SPD weitere Podiumsdiskussionen zu diversen Themen. Hübinger: „Das Thema Digitalisierung in Velbert wird uns in Zukunft weiter beschäftigen. Doch auch andere Themen sind von großer Bedeutung.“


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