Dienstag | 22. Juni 2021
 
Neanderland  | 

Verfolgt – Ausgebeutet – Ermordet

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Foto: Kreis Mettmann
Foto: Kreis Mettmann

Publikation zu NS-Verbrechen im Neandertal.

Im Neandertal hat der Kreis Mettmann im August 2020 ein Gedenkzeichen zur Erinnerung an Verbrechen der Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945 eingeweiht. Das von der Berliner Künstlerin Franziska Peter gestaltete Kunstwerk mit dem Titel „Heller Schatten“ befindet sich direkt am Parkplatz gegenüber dem Neanderthal Museum.

Zum Gedenkzeichen ist jetzt eine begleitende Publikation des Kreisarchivs erschienen, das gleichzeitig als Gedenkbuch für die 145 namentlich bekannten Opfer dient. Unter dem Titel „Verfolgt – Ausgebeutet – Ermordet. Das Neandertal als Schauplatz nationalsozialistischer Verbrechen“ zeichnet Kreisarchivar Joachim Schulz-Hönerlage die historischen Hintergründe der Verbrechen nach.

Verfolgt wurden dort Menschen, die damals als politische Gegner angesehen wurden, vor allem Sozialdemokraten und Kommunisten. Außerdem standen Menschen, die nach Deutschland aus dem Ausland zurückkehren mussten und der Spionage verdächtig waren, unter besonderer Beobachtung der Gestapo. Und schließlich wurden Menschen ausgebeutet, die in den Kalksteinwerken schwere Zwangsarbeit leisten mussten.

Das Buch liegt zur kostenfreien Mitnahme in den Verwaltungsgebäuden des Kreises Mettmann, im Kreisarchiv, im Neanderthal Museum sowie in den Stadtbibliotheken und Stadtarchiven aus.

Außerdem steht es im Internet zum Download unter der Adressehttps://archivekme.hypotheses.org/gedenkzeichen-im-neandertal zur Verfügung. Auskünfte erteilt das Kreisarchiv unter Tel. 02104 992031 oder kreisarchiv@kreis-mettmann.de.


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