Donnerstag | 1. Dezember 2022
 
Kurz notiert im Neanderland  | 

VVN – BdA: Gedenken zum 9. November

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Heute vor 84 Jahren ereigneten sich auch in den niederbergischen Kleinstädten die Judenpogrome der sogenannten „Kristallnacht“. Damals wurde weit mehr zerstört, als ‚nur‘ Fensterscheiben von jüdischen Geschäften. Wohnungen. Häuser wurden in Brand gesetzt, das Mobiliar wurde verwüstet oder mit Waren und Rohstoffen gestohlen, jüdische Mitmenschen in Angst und  versetzt, gedemütigt, geschlagen und getötet – auch in Velbert, Langenberg, Neviges, Heiligenhaus, Wülfrath und Mettmann, wie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Niederberg (VVN-BdA) betont.

Heute beteiligen sich viele Schulen, Stadtverwaltungen, Organisationen und Privatpersonen an Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Holocaust und des Naziterrors gegen Antifaschisten wie zum Beispiel die Verurteilten der niederbergischen Gewerkschafterprozesse.

Auch die VVN/ BdA- Niederberg wird wieder an den Mahnmalen und Stolpersteinen Blumen mit kritischer Erinnerung niederlegen, und zwar in
Velbert vor der Alten Kirche um 10 Uhr, Neviges gegenüber der Buchhandlung Schlüter um 11 Uhr, Heiligenhaus am Rathaus um 12 Uhr, in Mettmann um 18 Uhr am Lavalplatz vor der Ev. Kirche. In Wülfrath beteiligt sich die VVN/BdA an der öffentlichen Einweihung der Gedenkplatten für die ums Leben gekommenen ZwangsarbeiterInnen in den nächsten Wochen.

Die VVN/ BdA ist erfreut über die Verlegung neuer Stolpersteine und anderer Gedenkzeichen für die WiderstandskämpferInnen und Verfolgten des Nazi-Regimes in Mettmann, Heiligenhaus und Wülfrath, weist aber auch auf viele fehlende Stolpersteine in Velbert-Mitte, Langenberg und besonders Neviges hin:
„Hier fehlen noch etwa 20 Stolpersteine für ermordete Juden und andere Nazigegnerinnen und -gegner.“


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