Zoll entdeckt illegale Zigarettenfabrik in Haan
Der mögliche Steuerschaden wird auf rund 3,5 Millionen Euro beziffert.

Insgesamt drei Objekte haben Essener Zollfahnder in Nordrhein-Westfalen in dieser Woche durchsucht, darunter auch eine mutmaßlich illegale Zigarettenproduktionsstätte. Ferner wurden 21 Personen festgenommen.
Seit Mai 2026 ermittelt das Zollfahndungsamt Essen, Dienstsitz Köln, unter Leitung der bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf ansässigen Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten NRW (ZeOS NRW) gegen eine Tätergruppierung wegen des Verdachtes der Steuerhinterziehung durch den Betrieb einer mutmaßlich illegalen Herstellungsanlage für unversteuerte gefälschte Zigaretten. Zudem besteht der Verdacht der gewerbsmäßigen Steuerhehlerei durch deren gewinnbringenden Absatz auf dem deutschen und europäischen Schwarzmarkt.
Bei einer Razzia in einer Halle an der Rheinischen Straße in Haan haben Ermittler am Dienstag dabei offenbar eine illegale Zigarettenfabrik ausgehoben. Laut Zoll und Staatsanwaltschaft sollen dabei mehr als elf Tonnen Tabakfeinschnitt sowie über elf Millionen Stück bereits fertig produzierte Zigaretten verschiedener Marken aufgefunden und sichergestellt worden sein. Der mögliche Steuerschaden wird auf rund 3,5 Millionen Euro beziffert.
Foto: Zollfahndung EssenUnterstützt werden die Zollfahnder durch Kräfte der Hauptzollämter Aachen, Düsseldorf, Duisburg, Dortmund, Köln und Münster, der Beschuldigte wurden von den Fahndern überrascht.
Die Zollfahnder entdeckten Maschinen einer kompletten Produktionsstraße (Herstellungs-, Verpackungseinheit, Stromgeneratoren, Abluftanlagen, Tabakschneide- und Trocknungsmaschine, weiteres technisches Equipment) sowie Großmengen an entsprechenden Vorprodukten (unter anderem tonnenweise Rohtabak, Filter- und Zigarettenpapier sowie gefälschte Umverpackungen für unterschiedliche Zigarettenmarken). Die Maschine und die Vorprodukte wurden laut dem Zoll sichergestellt. Berlin und Hannover, des Zollkriminalamtes, des Technischen Hilfswerks sowie durch Spezialkräfte des Zollkriminalamtes – Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ)- und der Bundespolizei.
Nähere Angaben können aufgrund der laufenden Maßnahmen derzeit nicht gemacht werden.
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