Donnerstag | 27. Februar 2020
 
Wülfrath  | 

112 – unter dieser Rufnummer wird Hilfe eingeleitet

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Rettungsdienstleiter Marc Friedrch gibt anlässlich des Europäischen Tags des Notrufs Tipps zum richtigen Verhalten, wenn eben ein Notruf getätigt wird.

Foto: FFW Wülfrath

112 – das ist doch die Nummer der Feuerwehr? So werden wahrscheinlich viele Wülfratherinnen und Wülfrather denken. Aber das war nicht immer so und schon gar nicht überall! Eine kleine Erklärung:

1969 – ein Schicksalsjahr für die Eltern des damals 8jährigen Björn Steiger. Am 3. Mai 1969 kam der Sohn der Familie Steiger bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Über eine Stunde mussten die verzweifelten Eltern damals auf den Krankenwagen warten. Björn Steiger starb auf dem Weg ins Krankenhaus an einem Schock, er ist wegen seiner schweren inneren Verletzungen verblutet.

Bereits im Juli 1969 gründete Familie Steiger die Stiftung, die den Namen ihres Sohnes tragen sollte: Die Björn Steiger-Stiftung entstand und zwar mit dem Ziel, die Notfallhilfe in ganz Deutschland zu verbessern. Die Einrichtung der bundeseinheitlichen Notrufnummern 110 und 112, Notruftelefone am Straßenrand, ein flächendeckendes Notarztsystem, die Luftrettung u.s.w. wurden seitdem von der Stiftung angestoßen.

Zur Verdeutlichung der Notrufnummer, wurde im Jahre 2009 der europäische Tag des Notrufs 112 ins Leben gerufen, als Tag wurde der 11.2. hierfür ausgewählt. Wenn Bürger aus der Stadt Wülfrath die 112 wählen, hilft am anderen Ende ein Leitstellendisponent der Kreisleitstelle Mettmann. Von dieser Einsatzleitzentrale werden alle Einsätze im Kreis Mettmann gesteuert, hier gibt es Übersichten aller verfügbaren Fahrzeuge.

Marc Friedrich, Rettungsdienstleiter der Stadt Wülfrath erklärt: „Unsere Kranken- und Rettungswagen, aber natürlich auch die Feuerwehr werden von hier aus alarmiert. Inzwischen können die hervorragend ausgebildeten Disponenten sogar am Telefon erste Maßnahmen anleiten, dies soll vor allem die Angst einiger Ersthelferinnen und Ersthelfer vor dem Helfen nehmen“.

Sobald alle wichtigen Einsatzdaten durch den Disponenten erfragt wurden, werden die entsprechenden Fahrzeuge alarmiert. Friedrich erklärt: „Diese rücken dann umgehend von der Feuer- und Rettungswache an der Wilhelmstraße aus, um dem Hilfesuchenden möglichst schnell helfen zu können“.

Die wichtigsten Informationen, die ein Notruf enthalten sollte, sind als fünf W-Fragen inzwischen den meisten Menschen bekannt:

Wo ist etwas passiert?
Was ist passiert?
Wie viele Verletzte oder Betroffene gibt es?
Warten!

Oft haben die Leitstellendisponenten noch Rückfragen oder wollen die Durchführung von Maßnahmen erklären, deshalb rät der Chef der Wülfrather Retter: „Niemals einfach auflegen, erst wenn der Disponent das Gespräch beendet oder hierzu auffordert!“


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