Donnerstag | 15. Oktober 2026
 
Wülfrath  | 

Aarons Schalke-Lied ein Hit auf Instagram

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Damit schaffte es der Wülfrather auch in die Derby-Sendung von ArenaTV. Bei "Deutschland sucht den Superstar" erreichte der 19-Jährige den Recall.

In den Recall von "DSDS" hatte es Aaron Martin geschafft. Foto: Martin

„Blau und Weiß das sind die Farben von ganz oben
Blau und Weiß das ist der Himmel im Revier
Blau und Weiß das ist die Königin
Mit Schrammen im Gesicht!
Hey wir lieben dich seit 1904!“

Es gibt zurzeit zweifelsohne einfachere Fan-Freundschaften als Anhänger des FC Schalke 04 zu sein. Aber seine Liebe zu einem Fußballverein kann man sich nicht aussuchen. Aaron Martin ist so einer, der vom blau-weißen Virus seit kleinauf infiziert ist, dazu steht er und ist da jetzt durchaus zu überregionaler Bekanntheit gelangt: mit einer Akustikversion des Ibo-Songs „Blau und Weiß“. Zuletzt hat der 19-jährige Wülfrather das Lied auch live in der Internet-Show „Arena TV“ gesungen. Mitgemacht hat Aaron auch bei der RTL-Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“. Sein Traum, sagt er im TME-Gespräch, „wäre es, wenn ich mit der Musik einmal Geld verdienen könnte“. Jetzt will er aber zuerst das Abitur am Berufskolleg machen.

Schalke und Singen – das ist bei den Martins ein Familiending. Auch Mutter und Schwester teilen diese Leidenschaften. Sie treten zusammen auf, veröffentlichen gemeinsam Videos und feiern auch als Trio den S04.

Mit fünf, sechs Jahren, erinnert sich Aaron, habe er zum ersten Mal gesungen. „Das müsste bei einem ganz kleinen Auftritt „Cello“ von Lindenberg noch in der „Ohne-Clueso-Version“ gewesen sein“, sagt er. Auftritte im Zelt des Schützenfestes, Auftritte in Rohdenhaus beim Bürgerverein mit Mutter und Schwester oder auch solo in der Sekundarschule. Aaron hat sich immer wieder getraut, sich an Mikro zu stellen und zu singen.

Dass eine Casting-Show durchaus eine Chance sein könnte, bekannter zu werden, hat er immer im Sinn gehabt. Schon 2009 hatte er an einer mitgewirkt: „Das Supertalent“ mit Dieter Bohlen. Dieser habe ihm geraten, es später noch einmal zu versuchen, wenn er etwas älter sei. Das hat er dann 2020 getan – bei „DSDS“. Auch wenn er inzwischen etwas kritischer auf die Sendung schaut („Da sind Leute mit in die dritte, vierte Runde genommen worden, die nun wirklich gar nichts mit Singen am Hut haben, aber eben Quote bringen. Leute mit gute Stimme bleiben dafür außen vor.“), zieht er für sich eine positive Bilanz: „Weil ich ein gutes Feedback bekommen habe und ich mir treu geblieben bin.“

Beim Casting auf dem Rhein-Schiff hatte er sich ganz zum Unverständnis von Dieter Bohlen „Folsom Prison Blues“ von Johnny Cash ausgesucht. „Der wollte, dass ich was Modernes singe, wollte ich aber nicht.“ Von Wendler habe er eine gute Bewertung bekommen – und schließlich von allen Juroren ein „Ja“ und den Zettel für den Recall, als er als zweites Lied von Gregor Meyle „Keine ist wie du“ anstimmte. Im TV war weder dieser Auftritt zu sehen, noch sein Auftritt im Recall. „Das ist schon OK. Wenn man nicht so in die Schiene passt“, ist er mit sich im Reinen.

Größere Aufmerksamkeit fand dann ein anderer Aufritt: vor der sogenannten 1000-Freunde-Mauer an der Veltins-Arena. Dort stimmte er an einem grauen Tag Ibos „Blau und Weiß“ in einer gefühlvollen Akustik-Version an. Das Video, leicht verwackelt und wegen des Windes in nicht so guter Tonqualität, lud er im Netz hoch – auf Facebook und Instagram. Vor allem via Instagram machte es die Runde. Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann teilte es und die Fans liebten die Version. Unter Aaron Martins Video lassen sich zahlreiche blaue Herzen und Kommentare finden, wie:

  • „MEGA SCHÖN“
  • „Wie schön. Super Aktion!“
  • „Ein Leben Lang….. BLAU UND WEIß ein Leben Lang!!!“
  • „Datt ist Schalke!“

Für den selbsternannten „Quatscher“ Oberschulte-Beckmann Grund genug, den Wülfrather in seine Sendung vor der Ruhrpott-Derby einzuladen.

Aaron Martin auf „ArenaTV“. Foto: Martin
Aaron Martin auf „ArenaTV“. Foto: Martin

Dort sang er nicht nur den Ibo-Hit sondern auch das „Steigerlied“. Im Interview erklärte er, wie es zur Aktion vor der „1000-Freunde-Wand“ gekommen ist: „Ich wollte die Mannschaft einfach etwas pushen. Sie hat es ja nicht so einfach im Moment.“

Dass sein Video, von Fans so positiv aufgenommen wurde, hat Aaron berührt. „Ich hatte es erst gar nicht mitbekommen, dass der Quatscher es geteilt hatte. Ich wunderte mich nur über die vielen Kommentare aus ganz Deutschland“, sagt er schmunzelnd. DSDS, 1000-Freunde-Wand, ArenaTV – all das habe ihn bestärkt. „Ich werde weiter Musik machen. Country und Pop. Mal sehen, was noch kommt.“ Und Schalker bleibt er sowieso – königsblau ein Leben lang.


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