Sonntag | 19. August 2018
 
Wülfrath  | 

Bockswiese: 100 Interessenten verharren in der Warteschleife

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Nachgehakt | Nach mehreren Verschiebungen sollte das Bieterverfahren für die fünf Baugrundstücke in diesem Monat endlich gestartet werden. Das gelingt wieder nicht. Nun soll es "voraussichtlich im Juni" geschehen.

Die Baustraße zum Areal Bockswiese ist scheinbar fertig. Foto: TME

Und noch ’ne Verzögerung: Der Bieterwettbewerb für die Baugrundstücke an der Bockswiese wird auch in diesem Monat nicht gestartet. Das teilte die Stadt auf Nachfrage von TME mit.

Vor mehr als einem Monat hatte die Stadt gegenüber Taeglich.ME erklärt, dass der mehrfach verschobene Startschuss für die Vermarktung des Baulandes „wohl im Mai“ gegeben werden könnte. Das gelingt nicht.

„Für das Baugebiet Bockswiese konnten die Kanalbauarbeiten aufgrund der Witterung erst im Frühjahr begonnen werden. Um die für den Grundstücksverkauf notwendige Teilungsvermessung präzise durchführen zu können, wird zunächst die Baustraße hergestellt. Die schwierige Topografie macht eine umfangreichere Geländemodulation erforderlich, die aktuell auch noch andauert. Erst auf dem dann hergestellten Baugrund kann die Vermessung durchgeführt werden. Mit dem Bieterwettbewerb wird daher voraussichtlich erst Mitte Juni gestartet“, heißt es jetzt aus dem Rathaus.

Zur Erinnerung: Die sogenannte „Bockswiese“ hat die Stadt Wülfrath im Jahr 2016 von der Evangelischen Herminghaus gGmbH in Liquidation zum Verkehrswert erworben, um das Grundstück gemäß des vorhandenen
Bebauungsplans für Wohnbauzwecke nutzbar zu machen. 2333 Quadratmeter stehen für die fünf Grundstücke zur Verfügung – zwischen 391 und 599 Quadratmeter sind die Parzellen groß.

„Jedes Grundstück wird einzeln, nacheinander, in der Reihenfolge der Nummerierung angeboten“, sagte Liegenschaftsamtsleiter Klaus Biederbeck im Januar im TME-Gespräch. Zuerst werden Gebote für Parzelle 1 (599 Quadratmeter groß) angenommen. Das Höchstgebot erhält den Zuschlag. „Sollte es mehrere Anbieter mit dem gleichen Kaufangebot geben, entscheidet das Los“, erklärte Biederbeck das Vorgehen des Bieterverfahrens. Danach werden alle unterlegenen Mietbieter informiert – auch über die Höhe des Gebots, das den Zuschlag erhalten hat. Dann wird das zweite Grundstück „aufgerufen“.

310 Euro lautet der Mindespreis je Quadratmeter. Allein be diesem würden mehr als 720.000 Euro in die Stadtkasse fließen. Realistisch dürfte der Erlös höher ausfallen. Schließlich gibt es mehr als 100 Interessenten, die nun weiter in der Warteschleife verharren.


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