Samstag | 13. Dezember 2025
 
Wülfrath  | 

Das Scheitern des Stadtentwicklungsprogramms und seine Folgen

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Die Fördermaßnahmen Citymanagement und Verfügungsfonds werden eingestellt.

Anja Pietsch (r.) und Karsten Niemann hatten (v.l.) Simone Derr und Barbara Zillgen im Februiar 2024 vorgestellt. Foto: TME

Das „Citymanagement Wülfrath“, das seit Januar 2024 durch das Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH für Wülfrath umgesetzt wird, stellt seine Tätigkeit ab heute ein. Ebenfalls wird der sogenannte „Verfügungsfonds Wülfrath Aktiv“ beendet. Das teilt die Stadt mit.

Sowohl das Citymanagement als auch der Verfügungsfonds bilden Teilmaßnahmen des aus Städtebaufördermitteln finanzierten Stadtentwicklungsprogramms (STEP 2.0). Die Durchführung der Maßnahmen war bis zum 31. Dezember 2026 vorgesehen. Nur: Die Politik hat sich vom STEP 2.0 „verabschiedet“.

In der Sitzung am 8. Juli hatte der Rat der Stadt Wülfrath den Beschluss gefasst, die Städtebaufördermittel zurückzugeben, da die für das Förderprogramm verpflichtenden Hochbaumaßnahmen nicht realisiert werden können. Die Sanierung des WIR-Hauses und des Komplexes Schulstraße 5 sind davon unter anderem betroffen.

„Aus Sicht des Fördermittelgebers sind damit die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Förderung nicht mehr gegeben“, erklärt die Stadt. Davon betroffen sind auch die bereits in der Umsetzung befindlichen Maßnahmen „Citymanagement Wülfrath“ und „Verfügungsfonds Wülfrath Aktiv“. Somit wird auch das Büro an der Goethestraße gewschlossen.

Die eingeplanten Fördermittel stehen für die Realisierung der Maßnahmen nicht mehr zur Verfügung und eine Fortführung würde für die Stadt Wülfrath eine Übernahme des Förderanteils (70 Prozent) zusätzlich zum kommunalen Eigenanteil von 30 Prozent bedeuten. „Da sich die Stadt in der Haushaltssicherung befindet und insbesondere keine neuen freiwilligen Leistungen erbringen darf, ist mit dem Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen aus Köln die einvernehmliche und vorzeitige Beendigung des Auftragsverhältnisses vereinbart worden“, heißt es erläuternd in einer Pressemitteilung.

„Wir haben die stets engagierte und wertvolle Zusammenarbeit mit dem Büro Dr. Jansen und den beiden vor Ort tätigen Citymanagerinnen Barbara Zillgen und Simone Derr sehr geschätzt. Durch ihr Wirken haben wir wichtige Impulse für die Wülfrather Innenstadt erhalten – beispielsweise auch für die Ansiedlung des neuen Schuhgeschäftes. Wir bedauern es, dass die haushaltswirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Fortführung der Maßnahme nicht möglich machen“, so Bürgermeister Sebastian Schorn.

Auch die Citymanagerinnen Barbara Zillgen und Simone Derr ziehen ein positives Fazit ihrer Arbeit in Wülfrath. In enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Wülfrath, den Gewerbetreibenden, Vereinen und vielen engagierten Menschen sei es gelungen, „spürbare Bewegung in die Innenstadt zu bringen und neue Impulse zu setzen“. Durch gemeinsame Aktionen mit dem Handel und verschiedenen Initiativen seien neue Anreize für Besucherinnen und Besucher geschaffen worden. „Wir haben wöchentlich erlebt, wie viel Potenzial und Engagement in Wülfrath vorhanden ist“, betonen sie.


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