Freitag | 18. Oktober 2019
 
Wülfrath  | 

Der Abendtrödel geht in die fünfte Runde

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Das Interesse an der Veranstaltung in der Arche Noah wird immer größer.

Paula und Leni sind schon echte Trödel-Profis

Kunterbunte Haufen Kinderkleidung, eine riesiges Sortiment an Spielzeug und fröhliches Gelächter von allen Seiten. Und sogar eine Hugo-Bar zum Empfang. So ausgelassen war die Stimmung am Freitagabend in der Kindertagesstätte Arche Noah. Von allen Seiten zog es die Besucher zum fünften Abendtrödel in der Caritas-Einrichtung an.

Pünktlich um 19 Uhr ging’s los. Einige Besucher trudelten schon ein und konnten die 20 Stände in den Räumlichkeiten der Kita bestaunen und das Angebot genauer unter die Lupe nehmen. Hier war wirklich alles für die Kleinsten dabei: Anziehsachen in den ausgefallensten Variationen, Schuhe, Rucksäcke für den Kindergarten und Spielzeug allerlei, ob Barbie oder Playmobil.

Unter den Besuchern sind hauptsächlich Eltern, das fällt sofort ins Auge. Die meisten haben ihre Kinder zuhause gelassen, für die Jüngsten ist schließlich Schlafenszeit. Anders ist es bei Melanie Röllecke. An ihrem Stand prangt ein leuchtendes „Welcome“. Im Gegensatz zu den meisten verkauft sie heute zusammen mit Töchterchen Ella (5). Kindergrößen von 104 bis 116 gibt es an ihrem Stand zu ergattern. Melanie erzählt : „Wir sind jetzt schon zum zweiten Mal dabei. Meine Tochter besucht hier den Kindergarten, daher kennen wir den Abendtrödel. Bei anderen Ständen schauen wir gleich auch nochmal vorbei.“ Ella lächelt und freut sich schon.

Stephanie Herring und Alexandra Eickenbrock haben im Nebenraum ihren Stand und sind ohne Kinder dabei. Denn die sind schon „groß“. Die Freundinnen nehmen zum ersten Mal am Trödel teil. Durch die Nachbarschaft hat sich das Event rumgesprochen. „Ganz schön nett ist es hier. Wir werden gleich auf jeden Fall die Hugo-Bar besuchen, darauf freuen wir uns schon.“ Rumgegangen wird natürlich auch noch.

Auch sind heute mit von der Partie : Paula und Leni (beide 12) teilen sich einen Stand, um gemeinsam zu verkaufen. „Wir wollen damit unser Taschengeld aufbessern“, wissen sie genau. Ein riesiges Playmobil-Sortiment führen die Mädels in Ihrem Angebot. Die Verkaufsartikel haben sie beide zusammengeworfen. Und da kommt auch schon die nächste Kundin: Sie interessiert sich für eine pinkfarbene Kinderjacke. „Für sechs Euro nehme ich sie“, sagt sie. Paula handelt gekonnt: „Wir sagen sieben Euro.“ Siehe da: der nächste erfolgreiche Verkauf – die Freundinnen sind glücklich.

Einen Kita-eigenen Stand gibt es auch, da ist schon ziemlich viel vergriffen. Eine Spendenbox für den Arche Noah-Kindergarten steht hier bereit.

Beim KiGa Stand steht eine Spendenbox bereit
Beim KiGa Stand steht eine Spendenbox bereit

Kindergärtnerin Nicole Hartmann weiß: „Hier haben die Eltern gemeinsam gesammelt und wer möchte, der kann gerne spenden. Der Erlös geht natürlich an den Kindergarten.“ Sie selbst hält den Abendtrödel für eine super Idee. Man hat die Möglichkeit mit Kindern oder auch mal ganz ungestört, eben ohne Kinder, vorbeizuschauen. „Man kann die Kinder ja auch mal zuhause beim Papa lassen“, sagt Nicole lachend. Erfreulich ist: „Jedes Jahr kommen mehr Besucher und jetzt sind sogar schon einige Stände mehr dabei.“ Die Standgebühr beträgt fünf Euro.

Im Eingangsbereich kommt man nicht um den Hugo-Stand herum. Ein guter Ort, um ein kurzes Pläuschen zu halten. Gleich „zwei Jessicas“ empfangen und verabschieden hier die Besucher: Jessica Duschke und Jessica Canbeka. Sie sind vom Elternbeirat des Kindergartens. Hier geht der Getränkeerlös selbstverständlich wieder an die Arche Noah. Sie erzählen, wie alles damals anging: „Vor einigen Jahren waren wir auf einem Abendtrödel in Erkrath, auch von einem Kindergarten, und die Idee fanden wir so toll, dass wir sie gleich auch in Wülfrath umsetzen mussten. Das kommt auch gut an, wir haben das Gefühl, dass es jedes Mal noch voller wird.“ 

Die beiden Jessicas stehen bereit am Hugo Stand
Die beiden Jessicas stehen bereit am Hugo Stand

Wo die einen den Rummel schon wieder verlassen, schnappen sich die nächsten einen Sekt und ziehen weiter – von Stand zu Stand. Und eines steht fest: Eine erfolgreiche Nacht war es auf jeden Fall!


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