Freitag | 23. Februar 2024
 
Wülfrath  | 

Der Wurzelstumpf der gefällten Linde wird herausgefräst

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Die Düsseler Linden: Kirchengemeinde plant Neupflanzung in diesem Jahr. Das Passionskreuz soll restauriert werden.

Weithin sichtbar: die Linden von Düssel. Eine musste gefällt werden. Foto: TME

In einer Pressemitteilung kündigt die katholische Kirchengemeinde St. Maximin an, dass das Linden-Ensemble auf der Höhe oberhalb des katholischen Friedhofes in Düssel in diesem Jahr mit einer dritten Linden wieder ergänzt werden soll. In Absprache mit den zuständigen Behörden seien insgesamt drei Schritte vereinbart worden.

Zur Erinnerung: Im Juni 2017 war eine der drei Linden gefällt worden. Sie war vom Brandkrustenpilz befallen, war unstrittig nicht mehr zu retten. Wanderer, merkt die Gemeinde jetzt noch einmal ausdrücklich an, seien auf dem Eulenkopfwanderweg in diesem Bereich gefährdet gewesen.

„Seither beobachten wir die beiden verbleibenden Bäume auf Standsicherheit, Krankheit und Wuchsentwicklung. Ein neues Baumgutachten von Januar 2020 hat bestätigt, dass die Bäume gesund und in ihrer Standfestigkeit nicht gefährdet sind. Gleichzeitig haben wir versucht, Alternativlösungen wie zum Beispiel das Versetzen des Kreuzes mit einer kompletten Neupflanzung zu verhandeln, dies hat die Obere Denkmalbehörde jedoch als nicht genehmigungsfähig eingestuft“, heißt es in der Mitteilung der Gemeinde.

Bei einem Termin mit unterer und oberer Denkmalbehörde seien jetzt Verabredungen getroffen worden. So stellt die Kirchengemeinde fest, dass „sämtliche Fachleute zur Pflanzung eines kleinen Baumes raten“. Der Boden sei immer noch mit dem Pilz befallen. Die Trockenheit der vergangenen beiden Sommer mache eine „massive Anwuchsbewässerung“ erforderlich. Der Grundwasserspiegel habe eine Tiefe von 1,80m.

Folgendes Vorgehen ist nun geplant: Im Frühjahr soll der verbliebene Wurzelstumpf der gefällten Linde herausgefräst werden. Damit könne für das Wurzelwerk der Neupflanzung genügend Raum erhalten. In einem zweiten Schritt kündigt die Gemeinde das Richten und die Restaurierung des Passionskreuzes an. „Der dritte Schritt ist die Neupflanzung einer kleinen Linde. Ein größerer Baum wird laut übereinstimmender Meinung der involvierten Fachleute nicht anwachsen, selbst bei einem kleinen Baum ist der Anwuchs nicht garantiert. Ob das noch im Frühjahr oder erst im Herbst geschehen kann, ist abhängig vom Verlauf der Vegetationsperiode“, so die Kirchengemeinde. Als beste Pflanzzeit für Linden gelte der Herbst, im Frühjahr nur, so lange der Baum kein Blattwerk entwickelt habe. „Danach werden wir für die nächsten drei bis fünf Jahre Jahre ganzjährig für regelmäßige Bewässerung sorgen müssen und hoffen, dass der Anwuchs gelingt.“

Wie das jetzt neu entstehende Ensemble dann in vielen Jahren aussieht, entscheide letztendlich die Natur, „die ihren eigenen Weg finden wird“.


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