Samstag | 15. Juni 2024
 
Wülfrath  | 

Ein kurzer Moment – Rot & Blau

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Renata Gottschalk stellt seit gestern im Café am Zeittunnel aus.

Renata Gottschalk bei der Eröffnung ihrer Ausstellung im Zeittunnel in Wülfrath.

„Blau ist meine Farbe. Und Rot ist auch manchmal dazwischen.“ Lächelnd erklärt Künstlerin Renata Gottschalk den Titel ihrer Ausstellung im Zeittunnel in Wülfrath. Genau deshalb liegt der Fokus ihrer Ausstellung im Zeittunnel auch auf diesen Farben. Im Café des Zeittunnels erstrahlen die Landschaften und Portraits in den unterschiedlichsten Blautönen.

Eine Auswahl an 25 Werken der letzten acht Jahre stellt Gottschalk bis zum 14. Oktober dort aus. Künstlerisch tätig ist sie allerdings schon deutlich länger. Inspiriert durch ihre Oma, die ebenfalls Künstlerin war, fing sie schon in jungen Jahren an zu malen. „Ich habe das immer gerne gemacht“, erklärt die studierte Modegrafikdesignerin. Nach ihrem Studium in München war die im Oberbergischen aufgewachsene Künstlerin bei einigen namhaften Verlagen tätig. Für die Kunst blieb da kaum Zeit. „Vor ungefähr 22 Jahren habe ich dann gemerkt, ich muss wieder malen!“

Mit Gouache und auf Papier hat sie zunächst ihren Weg zurück in die Malerei gefunden. Inzwischen malt sie auch mit Acryl und Aquarell oder experimenteller mit Kleister, Sand und Spachteln. Ihre Bilder beginnt sie ohne Vorlage oder Idee eines Ergebnisses. Die Themen und Farben entstehen während des Prozesses. „Manchmal schließe ich die Augen und wähle so eine Farbe“, erklärt sie. Auch Portraits malt sie seit einigen Jahren. Diese malt sie blind. „Dabei schaue ich meinem Gegenüber ins Gesicht und nicht auf das Papier“, beschreibt sie ihr Vorgehen.

„Der Entstehungsprozess kann schon mal längerfristig sein.“ An einem kleineren Bild mit Acryl habe sie drei Jahre lang gearbeitet. „Ich höre dann immer wieder auf und mache etwas anderes.“ Andere Bilder entstehen hingegen ganz schnell. „Dann denke ich, jetzt passt’s und dann muss man das Bild auch einfach lassen.“

„Rot und Blau liegen sich auf dem Regenbogen gegenüber. Sie sind gegensätzlich. In ihren Bildern geht Gottschalk spielerisch mit diesen Farben um.“ Ulrich Becker, Vorsitzender der Zeittunnel eG, hielt eine kurze Ansprache zur Eröffnung der Ausstellung. Renata Gottschalk kannte er schon aus Schulzeiten. „Ihre Werke sind geprägt von einer ständigen Veränderung und erst dann zu Ende, wenn Gedanken und Gefühle eine Einheit bilden.“

Nach Ende der Ausstellung bietet Renata Gottschalk am 15. Oktober einen Schnupper-Malkurs an. Um Anmeldung beim Zeittunnel bis zum 9. Oktober wird gebeten.

 


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