Donnerstag | 12. Februar 2026
 
Wülfrath  | 

Ein Zauberwald zum Saisonabschluss

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Am kommenden Sonntag, 15. Oktober, beendet der Wülfrather Zeittunnel die diesjährige Saison. Zum Abschluss findet kein Fest statt, sondern im kleinen Maßstab eine „Illumina“, die seit gestern geöffnet hat. Im Mittelpunkt stehen dabei Skulpturen, die in der umgebenden Landschaft des ehemaligen Steinbruchs in Hammerstein Traumbilder wie aus einem Zauberwald entstehen lassen.

Die „Ilumina“ am Zeittunnel verzaubert auf stille Art ihre Besucherinnen und Besucher

„Seit zwei Jahren trage ich die Idee, am Zeittunnel eine Lichtinstallation aufzubauen. Aber wegen der Corona-Krise und schlechten Wetters konnte ich die Illumina erst jetzt verwirklichen“, berichtet Beleuchtungsmeister Frithjof Kuhlmann, der 23 Skulpturen von Elke Voss-Klingler und Claus Klingler am Zeittunnel in Szene setzt – nach einem ersten Anlauf  in 2021.. Er führt über den schmalen Besucher-Weg zwischen Steinbruch und bewachsener Feldwand. Bereits der erste Eindruck überzeugt vom Beleuchtungskonzept.

„Vielleicht sieht man nicht auf Anhieb, wie viel Arbeit dahinter steckt. Es geht hier nicht um einfaches Ausleuchten, sondern um das Spiel mit farbigen Licht“, erklärt Kuhlmann, der nicht unerwähnt lässt, dass das Künstlerpaar zunächst die Steinskulpturen gründlich reinigen musste. Dann erfolgten die Überlegungen zur Inszenierung Objekte, die abstrakt und im Gesichtsabbild gegenständlich sind. Jeweils 252 LED-Lämpchen ergeben einen der „Scheinwerfer“, die die Kunstwerke von verschiedenen Richtungen beleuchten. Kuhlmann achte darauf, durch die Mischung von Farben unterschiedliche Effekte zu erzielen. Zur Orientierung dienen zudem zehn Lichtschläuche.

Insgesamt ergibt sich kein Spektakel. Vielmehr lädt der Gang durch die Ausstellung zur ruhigen Betrachtung und Meditation ein. Besonders der teilweise sichtbare Fels verzaubert die Betrachter mit Bildern einer Traumlandschaft. Die stille Dunkelheit des Steinbruchs tut ein Übriges, so dass der Ausstellungsbesuch zum Erlebnis gerät. Gleichsam entfalten die Kunstwerke aus Marmor und Grauwacke ihre eigene Sinnlichkeit, die bei Tageslicht gänzlich anders wirken. Es entsteht ein ebenso traumhafter wie spannender Gang durch Natur und Kunst.

Die sehenswerte „Illumina“ öffnet bis zum Sonntag jeweils um 19 Uhr. Mit der Besichtigung ist der Besuch der Dauerausstellung verbunden, die durch die Erdgeschichte leitet. Da die Gastronomie am „Zeittunnel“ in den Abendstunden bereits geschlossen hat, sollte man gegebenenfalls an die eigene Verpflegung denken. Die „Illumina“ schließt um 21 Uhr.


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