Montag | 18. März 2019
 
Wülfrath  | 

„Europa ist uns wichtig!“

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Wülfrather rufen Wülfrather zur Teilnahme an der Europawahl auf. Hier finden Sie den ganzen Aufruf und einen Link zur Unterschriftenliste.

Sind die Erstunterzeichner des Aufrufs (v.r.): Bernd Schug, Ulrike Platzhoff, Beate Kneer, Petra Weskott und Peter Zwilling. Foto: privat

Es ist eine überparteiliche Initiative, die sich hier formiert. Eine, die sich die Ziele der Europäischen Bewegung für Deutschland zu eigen macht – einem Bündnis quer durch die Gesellschaft mit Gewerkschaftern und Unternehmern zum Beispiel. „Europa ist uns wichtig!“ haben nun Wülfrather in einem Aufruf erklärt. Erstunterzeichner sind unter anderem Beate Kneer (Landfrauen), Ulrike Platzhoff (Gemeindereferentin der kath. Kirchengemeinde), Petra Weskott (Freundeskreis Städtepartnerschaften), Bernd Schug (Elektromeister, Unternehmer), Peter Zwilling (Arbeiterwohlfahrt) und Thomas Reuter (Taeglich.ME). Auch der Verwaltungsvorstand der Stadtverwaltung Wülfrath sowie Wahlleiter Sebastian Schorn machen sich stark: In der heutigen Zeit sei es wichtiger denn je, „die proeuropäischen Kräfte zu bündeln und sich für die Grundwerte der EU stark zu machen“.

Auch die Stadtverwaltung unterstützt den Europa-Aufruf (v.l.): Technischer Dezernent Martin Barnat, Sabine Drasnin (Bürleitung Bürgermeisterin), Arne Dorando (Stadtwerke-Geschäftsführer), Martin Barnat (Hauptamtsleiter), 1. Beigeordneter Rainer Ritsche, Sozialdezernentin Michael Berster, Wirtschaftsförderer Karsten Niemann und Wahlleiter Sebastian Schorn. Foto: Stadt Wülfrath
Auch die Stadtverwaltung unterstützt den Europa-Aufruf (v.l.): Technischer Dezernent Martin Barnat, Sabine Drasnin (Bürleitung Bürgermeisterin), Arne Dorando (Stadtwerke-Geschäftsführer), Martin Barnat (Hauptamtsleiter), 1. Beigeordneter Rainer Ritsche, Sozialdezernentin Michael Berster, Wirtschaftsförderer Karsten Niemann und Wahlleiter Sebastian Schorn. Foto: Stadt Wülfrath

Ein Ziel der Initiative ist es, mehr Menschen zu bewegen, am 26. Mai zur Wahl zu gehen. 2014 lag die Wahlbeteiligung in Wülfrath bei 56,48 Prozent. „Diese auf über 60 Prozent zu heben, wäre schon ein Zeichen“, so Peter Zwilling.

Mit der Initiative wollen die Erstunterzeichner dazu beitragen, dass mehr über Europa gesprochen wird, dass mehr über Europa informiert wird. Dazu soll unter anderem ein eine öffentliche Diskussion mit Kandidaten proeuropäischer Parteien veranstaltet werden.

Deutschland und damit auch Wülfrath profitiere von Europa, ist sich Beate Kneer zum Beispiel sicher. „Es muss einfach mal aufgezeigt werden, wo der tatsächliche Gewinn ist.“ Als Landwirtin wisse sie um die Vorteile und die Unterstützung. Das sieht Bernd Schug nicht anders. „Es ist richtig, dass im Handwerk Vorgaben und Regeln harmonisiert werden. Auch wenn es da sicher in einigen Ländern noch Nachholbedarf gibt.“ Petra Weskott sieht die zwischenmenschliche Komponente im Vordergrund: „Es ist gut, sich über Grenzen hinweg zu treffen, sich auszutauschen.“

Bei allen Problemen in der EU, so Zwilling, dürfe der Gesprächsfaden nicht reißen. „Wir müssen im Gespräch bleiben. Auch in Wülfrath“, will er für Europa die Werbetrommel schlagen.

Konkret will die Initiative mit ihrem Aufruf Unterschriften sammeln – um so die Idee zu verbreiten, das Bewusstsein für die europäische Idee zu schärfen.

 

Und das ist der Aufruf:

 

Europa ist uns wichtig!

Mehr Engagement für Europa auf allen gesellschaftlichen Ebenen!

Ein überparteilicher Zusammenschluss gesellschaftlich relevanter Kräfte in Wülfrath setzt sich für eine stärkere Fokussierung auf die Europawahl im Mai 2019 ein. Wir stellen uns damit an die Seite der europäischen Bewegung für Deutschland (EDB).

Eine starke parlamentarische Demokratie und ein pluralistischer Wettbewerb der Ideen und Interessen bilden die Grundlage für Europas Zukunft. Im Mai 2019 wählen die EU-Bürgerinnen und -Bürger das Europäische Parlament. Die Europawahl 2019 steht vor einer besonderen Herausforderung. Durch europaskeptische Strömungen und den Brexit wird der EU-Zusammenhalt auf die Probe gestellt.

Deshalb ist es in der heutigen Zeit umso wichtiger, die proeuropäischen Kräfte zu bündeln und sich für die Grundwerte der EU stark zu machen.

Europa-Wahlkampf braucht Gesichter und Arenen!

Dass die Bundesregierung und die meisten Parteien das Spitzenkandidaten-Prinzip für die Europawahl öffentlich unterstützen, ist ein wichtiges Signal für die Demokratie Europas. Wir möchten, dass diese Signale auch die kleinen Städte wie Wülfrath erreichen.

Deshalb fordern wir die proeuropäischen Parteien dazu auf, konkrete Vorschläge zur Zukunft der EU mit den Wülfrather Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Wir werden ein Diskussionsforum hierzu organisieren.

Dies ist die Möglichkeit mit Ihren Kandidaten*innen zum europäischen Parlament eine öffentliche Diskussion in Wülfrath zu führen und damit den europäischen Gedanken voranzubringen. Die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien können sich bekannt machen und ihre Vorstellungen zum Europa der Zukunft deutlich machen, für die Wülfratherinnen und Wülfrather, für die Vereine, Verbände und Organisationen, für die Wirtschaft, das Handwerk und die Gewerkschaften, für die Kirchen und Religionsgemeinschaften. Ziel muss sein, dass gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkampf einen Wettstreit der besten Ideen zur zukünftigen Gestaltung der europäischen Integration entsteht.

Europa braucht Verständnis. Europa braucht Dialog. Europa bedeutet Frieden, Verständigung und Austausch. Jeder Mensch in der Stadtgesellschaft sollte dafür werben, an seinem Arbeitsplatz, im Verein und bei Freunden. Das Projekt Europa benötigt Wählerinnen und Wähler. Die örtlichen Medien sollten europäische Themen aufgreifen und deutlich machen, wie notwendig ein einiges Europa auch für eine Stadt wie Wülfrath ist.

Mehr Europawahlkampf auf allen gesellschaftlichen Ebenen!

Europa-Wahlkampf braucht Information statt Propaganda. Die Europawahlen sind ein wichtiges Instrument zur Wahrung einer pluralistischen, freiheitlich demokratischen Grundordnung für ganz Europa. Durch die Wahlen können diejenigen Kräfte im Europaparlament gestärkt werden, die den fairen Wettkampf der Ideen verteidigen. Nationalistischen, autoritären und antidemokratischen Strömungen und Kräften werden wir uns aktiv entgegenstellen.

Wir fordern die EU-Institutionen, die Bundesregierung, das Land NRW und die Stadt Wülfrath dazu auf, die Bürgerinnen und Bürger umfassend über die Errungenschaften und Ziele der Europäischen Union zu informieren. Informationspolitischer Einflussnahme durch Drittstaaten muss gezielt bekämpft werden. Nur informierte Bürgerinnen und Bürger können sich mit einer vielfältigen europäischen Demokratie identifizieren und diese aktiv gestalten, um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger und insbesondere junge Menschen zur Teilnahme an der Europawahl zu bewegen.

Wir, Wülfrather Bürgerinnen und Bürger, machen uns dafür stark, dass die Wählerinnen und Wähler informiert werden, die Notwendigkeit der Europawahl anzuerkennen und zur Wahl gehen.

Votieren Sie für proeuropäische Parteien und Kandidat*innen!

Erstunterzeichner:

Ulrike Platzhoff, kath. Gemeinde; Beate Kneer, Landfrauen Wülfrath; Bernd Schug, Handwerk; Petra Weskott, Städtepartnerschaften Wülfrath; Peter Zwilling, AWO; Thomas Reuter, taeglich me; Christel Gruner-Olesen, INGA; Rainer Ritsche, Kämmerer; Michaele Berster, Sozialdezernentin; Martin Barnat, Technischer Dezernent; Karsten Niemann, Wirtschaftsförderer; Martin Benner, Haupt- und Personalamtsleiter; Arne Dorando, Stadtwerke-Geschäftsführer; Franca Calvano; Pressesperecherin; Sabine Drasnin, Büroleiterin der Bürgermeisterin;  Sebastian Schorn, Wahlleiter

Anmerkung der Redaktion: Den Satz „Wir fordern die EU-Institutionen, die Bundesregierung, das Land NRW und die Stadt Wülfrath dazu auf, die Bürgerinnen und Bürger umfassend über die Errungenschaften und Ziele der Europäischen Union zu informieren.“ fehlt im Aufruf der Verwaltung, weil diese keine Forderung an sich und an übergeordnete Institutionen stellen kann.

Hier gibt es die Erkläung mit Unterschriftenliste zum ausdrucken: http://www.awo-wuelfrath.de/wp-content/uploads/2019/03/Europa-ist-uns-wichtig-Erkl%C3%A4rung-1.pdf

Die Listen können bei der AWO, Schulstraße 13, abgegeben werden.

Ich unterzeichne die Erklärung!

Zurück an: reuter.wuelfrath@t-online.de

oder peterzwilling1953@gmail.com


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