Dienstag | 27. September 2022
 
Wülfrath  | 

Geldautomatensprengung: Wer hat noch Videos?

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Die Polizei hat ein landesweites Portal eingerichtet.

Nach Mitternacht hatten Unbekannte den Geldautimaten in der Deutschen Bank am Heumarkt gesprengt. Foto: TME

Die Polizei weiß: Wenn sie nachts von einem lauten Knall durch eine Geldautomatensprengung aus dem Schlaf gerissen werden, greifen Anwohnerinnen und Anwohner nicht selten zum Handy und filmen oder fotografieren, was sie sehen. „Diese Aufnahmen von Augenzeugen sind für die Ermittlungsarbeit von großer Bedeutung, weshalb die Polizei NRW ein landesweites Hinweisportal eingerichtet hat“, teilt die Kreispolizeibehörde mit.

Zeugen, die Aufnahmen von den beiden Geldautomatensprengungen aus der vergangenen Woche in Wülfrath und Langenfeld haben, und diese bislang noch nicht der Polizei zur Verfügung gestellt haben, werden gebeten, die Dateien dort hochzuladen. In Wülfrath hatte sich die Tat vergangene Woche Mittwoch gegen 0.30 Uhr ereignet. Wenig spät kursierten zum Beispiel auf Facebook erste Fotos von den Folgen der Tat.  Die Polizei hat die Hoffnung, dass weitere Bilder und auch Videos existieren.

„Wer seine Aufnahmen zur Verfügung stellt, kann die Polizei sehr schnell bei der Fahndung nach den Tätern und der von ihnen benutzten Fahrzeuge, den Ermittlungen und der Identifizierung von Tatverdächtigen maßgeblich unterstützen. Das Hinweisportal macht es möglich, dass die Dateien schnell und unkompliziert übermittelt werden können.

„Bei der Fahndung nach Geldautomatensprengern ist Zeit ein entscheidender Faktor“, sagt Herbert Reul, Innenminister des Landes NRW. „Das Hochladen in die Cloud funktioniert direkt über das Handy oder den PC. So ist der Aufwand für Zeugen, die ihre Aufnahmen zur Verfügung stellen wollen, äußerst gering.“

Das Hinweisportal ist unter folgendem Link aufrufbar: https://nrw.hinweisportal.de.


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