Freitag | 14. August 2026
 
Wülfrath  | 

Grüne fordern verbindliche Zeitpläne

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Glasfaserausbau: Aus Sicht der Wülfrather Grünen seien zu Beginn des Projekts zu hohe Erwartungen geschürt.

Im Rathaus fand der Infoabend statt.

„Aus dem Info-Abend von Greenfiber zum Glasfaserausbau wurde eine Abrechnung“, kommentiert Jochen Gödde, Pressesprecher der Grünen, die Veranstaltung im Rathaus. „Viele Greenfiber-Kundinnen und -Kunden machten ihrem Ärger Luft. Es ging um schlechte oder gar nicht vorhandene Kommunikation. Und es ging um die Dramen rund um den mangelhaften Tiefbau beim Glasfaser Wülfrath.“

 

Der Abend kam nicht von ungefähr. „Bündnis 90/Die Grünen hatten die Beschwerden und den Frust der Bürgerinnen und Bürger aufgegriffen. Wir haben die Versammlung im Rathaus angeregt – und eingefordert.“ An diesem Abend sei das Ausmaß der Probleme noch deutlicher geworden. „Pleiten, Pech und Pannen – anders lässt es sich kaum beschreiben. Wir haben diese Versammlung bewusst eingefordert. Die Menschen in Wülfrath hatten ein Recht auf Antworten. Was wir gehört haben, bestätigt unsere Kritik. Hier ist über Jahre viel versprochen und wenig geliefert worden.“, so Gödde.

 

Aus Sicht der Grünen, habe Greenfiber mit dem eigenen Ausbau punkten wollen. Es ging um Flächen und um viele Kilometer verlegter Glasfaser. Doch bei den Zuhörerinnen und Zuhörern sei davon wenig hängengeblieben, so Gödde, der die Ursache in den Anfängen des Projekts in 2022 sieht: „Damals wurden viel zu hohe Erwartungen geweckt. Es ging um das Tempo des Ausbaus. Und um die Inbetriebnahme des schnellen Netzes. Beides ließ auf sich warten. Für große Zahlen gab es an diesem Abend deshalb nur ein müdes Lächeln.“ Besonders schwer wiege der Umgang mit den Menschen vor Ort. „Wer wochenlang auf eine Rückmeldung wartet, verliert das Vertrauen.“

Und so betont auch Ratsfrau Andrea Windrath-Neumann, dass Kommunikation ist keine Nebensache sei. „Sie ist das Fundament. Genau daran hat es hier von Anfang an gefehlt.“  Und so sei der Abend schließlich keinesfalls ein Heimspiel für die Breitband GmbH und Greenfiber gewesen. Doch die Kritik dürfen nicht bei diesen Firmen enden, so die Grünen: „.Auch die Verantwortlichen haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Das gilt auch für die Gesellschafterversammlung der Stadtwerke.Wir Grüne fühlen uns in unserer Kritik an der Breitband GmbH und dem Greenfiber-Firmengeflecht bestätigt.“

Schnelles Internet gehört zur Daseinsvorsorge, das ist unumstritten. „Wülfrath braucht ein Netz, das funktioniert. Und es braucht eine Kommunikation, auf die man sich verlassen kann“, so Gödde. Deshalb würden die Grünen am Thema bleiben: „Wir fordern verbindliche Zeitpläne, eine ehrliche Information der Betroffenen und eine saubere Wiederherstellung nach dem Tiefbau. Und wir erwarten, dass die Breitband GmbH ihrer Verantwortung endlich gerecht wird.“


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