Montag | 30. Januar 2023
 
Sport in Wülfrath  | 

Handball | Licht und Schatten beim TBW

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Die Verbandsliga-Herren bleiben nach klarem Sieg über den Kettwiger SV in Lauerstellung hinter dem Führungsduo.

Jakob Fagin ist eine Verstärkung für den TBW. Foto: TME/A.Adolphs

33:28 (19:14) schlägt Verbandsliga-Dritter TB Wülfrath den Kettwiger SV. In heimischer Halle bleibt der Turnerbund somit verlustpunktfrei. Bei dem Spiel offenbarte der Turnerbund allerdings Licht und Schatten.

Die Handschrift des Trainers ist unverkennbar. Leszek Hoft verlangt Tempohandball – um jeden Preis. Im besten Falle ist das faszinierend und mit spektakulären Toren gekrönt. Andersrum ist das Spiel risikobehaftet. Und so wurden vor gut 180 Besuchern in der MTC-Sportarena herrliche, feine und staunend machende Treffer erzielt, aber auch kopfschüttelnd eine Vielzahl an Fehlabschlüssen aus bester Situation registriert. Am Ende stimmte aber das Ergebnis.

Die ersten zehn Minuten verliefen sehr ausgeglichen. Ausschlaggebend dafür war, dass die Abwehr noch nicht hundertprozentig sicher stand, wodurch Kettwig bis zum 6:7 vorlegen konnte. Durch eine Umstellung änderte sich das und der TBW konnte „Gas geben“. Mit einem ersten Zwischenspurt setzte man sich auf 11:7 ab. Vor allem über die rechte Außenbahn kam man zu vielen Tempogegenstößen, die Philipp Feldstedt sehenswert verwandelte. Der TBW konnte sich absetzen und ging mit einem 19:14 in die Kabine.

Daran konnte der Turnerbund nach der Pause nicht sofort anknüpfen. Insbesondere in der Deckung haperte es. Wiederholt konnte sich der gegnerische Kreisläufer allzu einfach absetzen. Abwehr-Stratege Hendrik Hanisch haderte da vollkommen zurecht mit seinen Nebenleuten. Da in dieser Phase auch das Angriffsspiel lahmte, konnte Kettwig auf zwei Tore verkürzen (24:22).

Doch dann zeigte der TBW sein „neues Gesicht“. Das Team ließ sich nicht beirren. Plötzlich stand die Deckung wieder – und die Vorwärtsbewegung war wieder auf „Tempo“ eingestellt. Da auch Keeper Chris Engler in seiner vielleicht besten Saison beim TBW glänzte, setzte sich der TBW uneinholbar ab.

TBW: Engler, Biermann; Fagin (7), Lüttger (7/2), Scheider, Adolphs (3), Hanisch (2), Nitzschmann, Schmitz (1), Patten (3), Feldstedt (8), Kunath und Müller (2).


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