Donnerstag | 15. Oktober 2026
 
Kurz notiert in Wülfrath  | 

Leserbrief | Respektlosigkeit vor der Tür des ambulanten Hospizdienstes

Von

Die Hospizgruppe hat folgenden Brief an die Redaktion geschickt:

„Mit großer Bestürzung mussten wir feststellen, dass die Bereitschaft zur Rücksichtnahme in unserer Gesellschaft mancherorts völlig zu schwinden scheint.

Als ambulanter Hospizdienst begleiten wir Menschen und ihre Angehörigen in den schwersten Stunden ihres Lebens. Um den Besuchern unseres Büros den Schritt über unsere Schwelle zu erleichtern und ihnen ein herzliches, einladendes Gefühl zu geben, haben wir das kleine Beet vor unserer Tür an der Goethestraße verschönert. Dank einer liebevollen Sachspende konnten wir dort drei Terrakotta-Blumenkästen, bepflanzt mit Alpenveilchen und Erika aufstellen.

Die Freude währte nicht lange: Nach einer Nacht und einem halben Vormittag wurde alles gestohlen.

Es geht uns hierbei nicht nur um den materiellen Wert. Es geht um die Botschaft, die eine solche Tat aussendet. Dass selbst vor den Türen einer Einrichtung, die für Mitgefühl, Würde und ehrenamtliches Engagement steht-, kein Halt mehr gemacht wird, macht uns traurig und fassungslos. Wir hoffen, dass dieser Vorfall den Tätern zumindest im Nachhinein zu denken gibt und das Bewusstsein für ein respektvolles Miteinander in unserer Stadt wieder schärft.“

Nadja Weber (Koordination)
im Namen der ambulanten Hospizgruppe Wülfrath

 

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