Mittwoch | 23. Juni 2021
 
Kurz notiert in Wülfrath  | 

„Nachgewiesene Immunisierung entspricht einem negativen Test“

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Bei dem Tempo, wie sich Regeln und Verordnungen auch in NRW verändern, fällt das Folgen nicht immer leicht. Als gestern ein vollständig geimpfter Wülfrather ohne Coronatest bei seinem Friseur war, wollte dieser ihn nicht bedienen – eben weil der negative Test fehlte. Dieser ist allerdings seit Montag nicht mehr nötig.

Denn: Es gilt Paragraph 3 der CoronaSchVO – „Hygiene- und Infektionsschutzanforderungen, Tests“ Abs. 5 -in der Fassung vom 03.05.2021:  (5) Eine nachgewiesene Immunisierung steht dem Nachweis eines negativen Testergebnisses nach Absatz 4 gleich. Dies gilt bis zum Erlass einer Rechtsverordnung nach § 28c des Infektionsschutzgesetzes auch, soweit sich das Erfordernis einer Testung aus § 28b Absatz 1 und 3 des Infektionsschutzgesetzes ergibt.

Die Immunisierung kann nachgewiesen werden durch

  1. den Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff,
  2. den Nachweis eines positiven Testergebnisses, das auf einer Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht und mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt, oder
  3. den Nachweis eines positiven Testergebnisses nach Nummer 2 in Verbindung mit dem Nachweis der mindestens 14 Tage zurückliegenden Verabreichung mindestens einer Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.

Wie die Stadt TME auf Nachfrage mitteilt, ist die neue Fassung der CoronaSchVO seit Montag auch auf der Homepage der Stadt Wülfrath zu finden. „Das Schwierige an der jetzigen Rechtslage ist, dass sowohl das Infektionsschutzgesetz (Bund) als auch die CoronaSchVO (Land NRW) in Kraft sind; es gilt die jeweils aktuell anzuwendende weitergehende Regelung“, so Stadtsprecherin Franca Calvano zu TME. Daher sei es wichtig festzuhalten, „dass aufgrund der aktuellen kreisweiten Inzidenz zum jetzigen Zeitpunkt nur wenige Einrichtungen offen haben dürfen, bei denen diese Regelung greift. Beispielsweise gilt die Regelung beim Friseurbesuch und bei der Fußpflege (beides nach § 28b Abs.1 Nr. 8 Infektionsschutzgesetz mit Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar (die medizinische Maske reicht nicht aus)). Diese Vorschrift ersetzt auch nicht die sonstige Hygienevorschriften oder etwa die Maskenpflicht.“


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