Dienstag | 28. September 2021
 
Kurz notiert in Wülfrath  | 

Strom sparen im Urlaub: Einfach abschalten?!

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Am 5. Juli beginnen die Sommerferien in NRW und viele Familien werden wieder in den Urlaub fahren. Bevor die Reise losgeht, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher die Wohnung oder das Haus nach unliebsamen Energiefressern überprüfen und diese Geräte während der Abwesenheit in den Sommerschlaf versetzen. Mit ein paar Handgriffen spar man Geld und tunt gleichzeitig etwas für die Umwelt.

Der einfachste Schritt ist, vor der Abreise alle nicht benötigten elektrischen Geräte auszuschalten oder deren Stecker ziehen. Leuchtende Lämpchen und Displays, die die Uhrzeit anzeigen, geben einen Hinweis darauf, wer vom Stromnetz zapft. Doch Achtung: „Einige Geräte ziehen auch Strom im Standby, ohne dass ein Lämpchen darauf hindeutet“, erklärt Thomas Bertram, Energieberater  der Verbraucherzentrale im Kreis Mettmann. Je nach Anzahl und Art der Geräte kann der „Leerlauf“ der Geräte bis zu 20 Prozent der Stromkosten ausmachen. Besonders Computer, Spielekonsolen und andere Unterhaltungselektronik verbrauchen im Standby-Modus viel Strom.

Auch Router, Repeater und Festnetztelefone kann man bedenkenlos ausschalten. „Viele Router verbrauchen ähnlich viel Strom wie ein sparsamer Kühlschrank. Im Dauerbetrieb kommen jährlich bis zu 40 Euro zusammen“, so Bertram. Wer Steckdosenleisten mit Schaltern verwendet, kann bequem mehrere elektrische Geräte gleichzeitig ausschalten.

Vor längeren Reisen empfiehlt die Verbraucherzentrale, den Inhalt des Kühlschrankes aufzubrauchen, ihn zu enteisen und während der Abwesenheit auszuschalten. „Eine Eisschicht von einem Zentimeter kann den Stromverbrauch um bis zu 15 Prozent erhöhen“, sagt Bertram. Der sinkende Stromverbrauch ist nicht der einzige Vorteil des regelmäßigen Abtauens, auch die Lebensdauer von Gefriergeräten steigt.

Die Sicherung rauszunehmen, um dem gesamten Haushalt eine Sommerpause zu gönnen, erscheint naheliegend. Davor sollten Urlauber aber nochmal gründlich überlegen, ob wirklich kein Gerät während der eigenen Abwesenheit Strom benötigt. „Eine nicht abgetaute Gefriertruhe oder eine abgeschaltete Alarmanlage können für böse Überraschungen bei der Wiederkehr sorgen“, mahnt der Verbraucherschützer.

Diese und andere Themen sind Gegenstand der  kostenlosen Energieberatung der Verbraucherzentrale, die einmal monatlich im Wülfrather Rathaus angeboten wird. Sie findet aus gegebenem Anlass am Donnerstag, 8. Juli, telefonisch statt. Energieberater Thomas Bertram unterstützt von 15 bis 18 Uhr mit Fachwissen und Tipps zu allen Fragen rund um die Energieeffizienz. Dabei ist es egal, ob Abrechnungen unklar erscheinen, Ideen für Energiesparmaßnahmen an Dach, Fenstern, Wänden oder Heizung gesucht werden oder die dafür passenden Fördermittel – Thomas Bertram berät auch am Telefon vollumfänglich. Terminreservierungen und die Einwilligung zur Weitergabe der Telefonnummer nimmt das Klimaschutzmanagement der Stadt, Herr Gerd Schlüter unter 02058 / 18366 oder g.schlueter@stadt.wuelfrath.de entgegen.

Bertram ruft die Interessierten zur vereinbarten Uhrzeit an.


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