Mittwoch | 22. November 2017
 
Wülfrath  | 

„Weihnachtsbeleuchtung ist keine Frage der Religion“

Von

Ab Dienstag werden die Lichterketten in der Innenstadt aufgehangen. Deutsche und türkische Einzelhändler ziehen an einem Strang. Gerüchte wurden aus der Welt geschafft.

Wülfrath pro und türkische Einzelhändler setzen sich gemeinsam für die Weihnachtsbeleuchtung ein. Foto: TME

34 Ketten, 240 Meter: Ab morgen wird Wülfrath pro damit beginnen, die Weihnachtsbeleuchtung aufzuhängen. Mit dabei sind dann auch die muslimischen Geschäftsleute. Die und der Wirtschaftsförderverein Wülfrath pro haben heute Einigkeit demonstriert – und räumen so Gerüchte aus, dass aus religiösen Erwägungen eine Unterstützung für diese Licht bringende Aktion in der Vorweihnachtszeit versagt werden könnte. Thomas Eigen (Wülfrath pro): „Weihnachtsbeleuchtung ist keine Frage der Religion. Es gibt weder einen muslimischen Strom, noch einen katholischen oder evangelischen.“

„Miteinander und nicht übereinander reden“

Wie von Taeglich.ME berichtet, hatten sich in der vergangenen Woche die türkische Einzelhändler Songül Dogru, Nilüfer Erciyes und Sanver Bora auf einem Mitgliedertreffen von Wülfrath pro zu Wort gemeldet. Der Anlass: Mutmaßungen darüber, warum sie in der Vergangenheit keinen Strom für die Weihnachtsbeleuchtung bereitgestellt hatten. Schon am Abend war klar, dass Wülfrath pro an etwaigen Gerüchten nicht beteiligt war. Eine zeitnahe Klärung wurde vereinbart – und jetzt auch in Angriff genommen. „Wir reden miteinander und nicht übereinander“, sagt Vorstandsmitglied Christian Campe, wie Erciyes und Kollegen nickend bestätigen. Nach dem Austausch ist von den Gerüchten nichts übrig geblieben. „Was sollten wir auch gegen eine Weihnachtsbeleuchtung haben?“, fragt Dogru von „Sony’s Cut“. Wie in der Vergangenheit würde man auch die Geschäfte wieder adventlich dekorieren.

Und an der Beleuchtung beteiligt sich die türkischstämmige Händlerschaft ebenso. „Dass es dort im vergangenen Jahr bei den Lichterketten Lücken gab, hatte technische Ursachen“, betont Campe. „Die konnten jetzt gemeinsam behoben werden“, sagt Ulrike Schultzt (Wülfrath pro). Songül Dogru und Kollegen betonen daher: „Für die Beleuchtung sind alle Voraussetzungen geschaffen und dem Anschluss steht nichts mehr im Wege. Auch die Stromkosten werden wir selbstverständlich mittragen.“


Wo kann ich diesen Artikel kommentieren?

Leider bieten wir diese Funktion nur unseren Abonnenten an. Registrieren können Sie sich hier. Sollten Sie bereits Abonnent von Taeglich.ME sein, so können Sie sich hier einloggen und diesen Artikel kommentieren.