Donnerstag | 21. Oktober 2021
 
Kurz notiert in Wülfrath  | 

Wülfrath hisst am 10. März die tibetanische Flagge

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Hunderte Städte in Deutschland werden am 10. März die tibetische Flagge hissen, um Solidarität mit den Menschen in Tibet auszudrücken. Die Stadt Wülfrath ist in diesem Jahr auch dabei.

„Seit mehr als 70 Jahren wird den Menschen in Tibet ihr Recht auf Selbstbestimmung verwehrt. Ihr friedlicher Widerstand gegen die chinesische Besatzung hat unsere Solidarität verdient. Wülfrath ist eine weltoffene Stadt, deswegen setzen auch wir am 10. März ein Zeichen für die Menschenrechte in Tibet“, so Bürgermeister Rainer Ritsche.

Am 10. März jährt sich der tibetische Volksaufstand von 1959, den die chinesische Besatzungsmacht blutig niedergeschlagen hat. Seit 1996 setzen an diesem Tag Städte deutschlandweit ein Zeichen für die Menschenrechte, indem sie sich an der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“ der Tibet Initiative Deutschland beteiligen. Dieses Jahr steht die Kampagne unter dem Motto „Wir sehen nicht weg“.

tibet_flagge

Selten sei es so wichtig gewesen sich mit den Menschen in Tibet solidarisch zu erklären. Unter dem Deckmantel der „Armutsbekämpfung“ habe die chinesische Diktatur in Tibet ein System der Zwangsarbeit installiert, das die tibetische Kultur auszulöschen droht. Schon wer ein Bild des Dalai Lama besitzt, kann für Jahre im Gefängnis verschwinden. Und immer wieder werden Menschen in Haft zu Tode gefoltert – so wie jüngst der 19-jährige Mönch Tenzin Nyima. Sein Verbrechen: Er hatte vor einer Polizeistation friedlich für die Unabhängigkeit Tibets demonstriert. Sechs weitere junge Mönche, die mit ihm befreundet waren, wurden zu Haftstrafen von bis zu fünf Jahren verurteilt.

 


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