Montag | 15. Juli 2024
 
Wülfrath  | 

Zupfinstrumente – „mit viel Leidenschaft“

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Die Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal gastiert am Sonntag, 18. Juni, in der Stadtkirche Wülfrath.

Das Zupforchester kommt in die Stadtkirche. Foto: makoge Wuppertal

„Con molta Passione – mit viel Leidenschaft“ hat die Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal (makoge) ihr nächstes Konzert überschrieben. Am Sonntag, 18. Juni, 16 Uhr, ist das Zupforchester in der Stadtkirche Wülfrath zu hören. Zu hören gibt es ein abwechslungsreiches Opern- beziehungsweise Operettenprogramm. Auf dem Programm stehen Werke unter anderem von John Dowland, Henry Purcell oder auch Antonio Vivaldi. Die musikalische Leitung liegt in bewährter Weise bei Detlef Tewes.

Stargast des Konzertes ist Koloratursopranistin Nadiia Sheremetieva, die mit Beginn des Kriegs in der Ukraine nach Deutschland floh. In ihrer Heimat ist sie eine der bekanntesten Opernsängerinnen. Für Sheremetieva, die bei Frankfurt lebt, hat die Wuppertaler makoge eine Kulturpatenschaft übernommen.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Das Orchester würde sich über eine Spende freuen.

Über Nadiia Sheremetieva: Die in der Ukraine geborene Koloratursopranistin Nadiia Sheremetieva verfügt über eine ausgeprägte musikalische Intelligenz und ist eine der bekanntesten Opernsängerinnen der Ukraine. Nach ihrem Studium an der Nationalen Musikakademie der Ukraine in Kiew machte sie ihren Abschluss am Staatlichen Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Als versierte Konzertsängerin ist sie in Kiew, Damaskus, Berlins, Polen, Tunesien, Libanon und Jordanien aufgetreten. Zuletzt sang sie unter anderem Hauptrollen in Verdis Opern. Sie gab ihr Debüt im Film „Damaskus with Love“ des syrischen Regisseurs Mohamad Abdul Aziz.

Über die Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal e.V.:  Rund 25 Musiker aller Altersgruppen spielen in der Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal (makoge). Das Repertoire reicht von Renaissance, Barock, Klassik und Romantik über Free Jazz und Volksmusik bis hin zum Schwerpunkt zeitgenössische Musik. Im Herbst 2012 hat die makoge an den Wuppertaler Bühnen die Oper „Vom guten Ton“ für Zupforchester, Sänger und Holzbläser uraufgeführt. Die Komposition stammt von Thomas Beimel, das Libretto von Cornelie Müller. Die makoge kann – Vorläuferorchester eingeschlossen – auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblicken.

Die Ausbildung junger Mandolinisten und Gitarristen ist dem Orchester traditionell ein wichtiges Anliegen. Es bestehen Kooperationen mit der Bergischen Musikschule sowie mit privaten Musikschulen. Von Oktober 2015 bis Ende 2018 führte die makoge ein Projekt durch, bei dem geflüchtete Menschen an Zupfinstrumenten (Gitarre, Mandoline und Bağlama) ausgebildet wurden. Dieses Projekt hat bundesweite Aufmerksamkeit gefunden und wurde unter anderem durch die Bundesregierung ausgezeichnet. Aus dem Projekt ist das Ensemble Al Watan hervorgegangen. Detlef Tewes leitet das Zupforchester seit 1998. Der international geschätzte Mandolinenvirtuose hat mit verschiedenen Zupforchestern Tourneen durch Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien unternommen.


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