Freitag | 19. Juli 2019
 
Kurz notiert im Neanderland  | 

IHK zum Digitalpakt: Quantensprung für Schulen geglückt

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„Der Digitalpakt ist sicherlich ein Quantensprung für die digitale Infrastruktur in den allgemein- und berufsbildenden Schulen“, kommentiert Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, die einstimmig gefällte Entscheidung des Bundesrates zur vorgesehenen Änderung des Grundgesetzes. Jetzt können die Mittel des Bundes in Höhe von fünf Milliarden Euro für Geräte und Lernprogramme an die Länder fließen.

Bei aller Freude darüber, dass diese Hürde nun endlich genommen worden sei, mahnt Berghausen aber: „Den passenden Schlüssel für die richtige Vorbereitung junger Menschen auf die digitale Berufswelt liefert jedoch erst die Qualifizierung der Lehrenden, die Anpassung der Lehrpläne und die Verankerung in der Schulentwicklung“. Da nur maximal fünf Prozent der Mittel aus dem Digitalpakt für die Qualifizierung der Lehrerinnen und Lehrer eingesetzt werden dürfen, sei zu befürchten, dass viele der installierten W-Lan-Netzwerke und angeschafften Tablets am Ende nicht genutzt werden könnten. „Hier sind wir in der Landeshauptstadt dank unserer Initiative Pacemaker schon ein ganzes Stück weiter“.

Gemeinsam mit den Förderern Stadtsparkasse Düsseldorf, Stadtwerke Düsseldorf, Flughafen Düsseldorf, der deutschen Telekom und der Bildungsinitiative Education Y hat die IHK im vergangenen Jahr fünf weiterführende Schulen in Düsseldorf  (Hulda-Pankok-Gesamtschule, Berufskolleg Bachstraße, Leibnitz-Montessori-Gymnasium, Gesamtschule Stettiner Straße und Freiherr-vom-Stein-Realschule) fit für die Digitalisierung gemacht. „2019 gehen wir mit der Wilhelm-Ferdinand-Schüßler-Tagesschule, der Gemeinschaftshauptschule Bernburger Straße, dem Max-Weber-Berufskolleg, der Dieter-Forte-Gesamtschule und der Katholischen Hauptschule St. Benedikt in die zweite Runde.“

Der entscheidende Baustein von Pacemaker sei, dass das gesamte Lehrerkollegium der beteiligten Schulen auf dem Weg in die Digitalisierung des Unterrichts mitgenommen werde.  „Wir hoffen sehr, dass unser Beispiel auch andernorts im wahrsten Sinne des Wortes ‚Schule macht‘ – und durch private oder öffentliche Mittel gefördert wird“, so Berghausen abschließend.


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