Samstag | 2. Juli 2022
 
Neanderland  | 

Piraten fordern verbessertes Radverkehrskonzept

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Der Kreistag wird in seiner Sitzung am 20. Juni das Radverkehrskonzept für den Kreis Mettmann behandeln. Die Piraten werden dagegen stimmen.

Symbolfoto: pixabay

“Das Radverkehrskonzept ist nicht ausreichend vom Autoverkehr entkoppelt und die bergische Topografie des Nord-Kreises wurde nicht hinreichend berücksichtigt”, erklärt Gruppensprecher Thomas Küppers die Motivation der Piraten. Die kündigen an, dass sie im Kreistag gegen das lang diskutierte Radverkehrskonzept stimmen werden.

Radfahren ist in den vergangenen Jahren immer populärer geworden. Die Entwicklung ist zu begrüßen, da damit auch die Mobilitätswende in Deutschland endlich Fahrt aufnimmt, so die Piraten. Gerade ältere Generationen fänden Gefallen am E-Bike und führen daher mehr Rad. Einher gehen allerdings auch deutlich gesteigerte Unfallzahlen – gerade bei älteren Verkehrsteilnehmern.

Der Kreis Mettmann arbeitet seit einigen Jahren an einem Radverkehrskonzept, um die Städte des Kreises miteinander zu verbinden und das Pendeln attraktiver zu machen.

„Wer auf einen 2., 3. oder 4. Panoramaradweg gehofft hat, wird bitter enttäuscht. Das vorliegende Radverkehrskonzept bietet einen Katalog an Einzelmaßnahmen, um das bestehende Radwegenetz effektiver zu nutzen. Die Radwege sollen primär an vielbefahrenen Hauptstraßen gebaut werden. Es wird nicht nur zu unzähligen Baustellen kommen, sondern zu vielen Konflikten: Einwohner werden Parkplätze verlieren und Straßen werden für den Autoverkehr enger“, beschreibt Thomas Küppers, Gruppensprecher der Piraten, die Situation. „Ein großer Geschwindigkeitsunterschied macht Radfahren auf normalen Straßen gefährlich. Daher fordern wir, das Radverkehrswege und Straßen stärker entkoppelt werden. Das aktuelle Konzept sieht dies kaum vor. Ferner müssen auch die Bedürfnisse der älteren Generationen abgebildet werden. In dem vorliegenden Radverkehrskonzept ist die bergische Topografie mit vielen Steigungen kaum berücksichtigt. Alternative Routenführungen oder Ideen wie man Steigungen besser überwindet, fehlen.“

Die Piraten beklagen, dass das Radverkehrskonzept unvollständig sei und das Netz der touristischen Routen bislang fehle.

Die Piraten verkennen aber auch nicht, dass es bereits gute Ansätze in dem Konzept gibt. Es soll beispielsweise ein Baustellenmanagement eingeführt werden. Bislang stoßen Radfahrer oftmals auf eine Absperrung, da eine Umleitung nicht eingerichtet worden ist. Ebenso sind die von den Piraten geforderten und erfolgreich beantragten Reparaturstationen vorgesehen. Küppers: „Es besteht die Hoffnung, dass viele gefährliche Fahrbahn-Überquerungen ‘entschärft’ werden.“


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