Donnerstag | 23. September 2021
 
Wülfrath  | 

Flutkatastrophe: Awo bedankt sich bei Spendern mit handgenähter Tasche

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Der Wülfrather Ortsverein startet einen Spendenaktion. Dazu gibt es auch einen Termin an diesem Freitag auf dem Heumarkt.

Rund 100 Taschen - unterschiedliche Designs und Größen - haben Besucherinnen der Awo geschneidert. Foto: TME

Empathisch, aber auch realistisch – so beschreibt sich Conny Weimer selbst. Die Folgen der Flutkatastrophe aber, die Bilder aus Eifel und Sauerland zum Beispiel, die Berichte aus Wuppertal oder die persönlichen Erlebnisse von Freunden, die nahe an der Ruhr leben, „haben mich ganz anders berührt. Das schnürt sich was in mir zusammen“, sagt sie im TME-Gespräch über das unfassbare Ausmaß der Sturzfluten von vergangener Woche. Von daher ist es für sie auch ein persönliches Anliegen, in dieser Zeit den Opfern der Flut zu helfen – und initiiert eine Hilfsaktion der Wülfrather Arbeiterwohlfahrt.

Am Freitag, 23. Juli, von 15 bis 18 Uhr sammelt die Awo Spenden für die Menschen, die durch die Flutkatastrophe große Not erfahren haben. „Wir haben uns überlegt“, so Begegnungsstättenleiterin Cornelia Weimer, „mitzuhelfen, dass auch aus Wülfrath Spenden in die Unwettergebiete fließen sollten“. Am Freitagnachmittag wird die Awo ab 15 Uhr auf dem Heumarkt sein, um möglichst viele Spendenwillige Wülfratherinnen und Wülfrather zu treffen.

Dafür hat sich die Awo eine besondere Aktion ausgedacht, wie Weimer berichtet. „Als die Awo in den vergangenen acht Monaten für die Öffentlichkeit geschlossen war“, so Conny Weimer, „haben unsere Ehrenamtlichen aus gespendeten Stoffen Einkaufstaschen genäht. Diese Taschen wird die Awo einbringen. Jede Spenderin und jeder Spender, die/der mehr als 20 Euro spendet, werden als Dankesgeste eine solche Tasche erhalten. „So kann eine tolle Aktion unserer Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler heute in Not geratenen Menschen helfen“, befindet sie.

„Unser Antrieb für diese Aktion ist auch ein besonderes Dankeschön an all jene, die im letzten Jahr der Awo Gutes getan haben, indem sie für uns gespendet haben und uns in schwieriger Zeit geholfen haben,“ sagt Awo-Vorsitzender Peter Zwilling, „diese Umweltkatastrophe und das damit verbundene Hochwasser benötigt unsere Solidarität und Hilfe“. Da nicht alle mit Schippe und Schubkarre in die Krisengebiete fahren können, soll aus Wülfrath zumindest ein gut gefüllter Geldbeutel in die Notgebiete geschickt werden.

Die Lage ist vielerorts noch sehr unübersichtlich und gefährlich. Etliche Landstriche sind verwüstet, Häuser wurden weggespült und es gibt viele Tote. „Eine Katastrophe, auf die wir in Wülfrath auf jeden Fall mit einem großen Hilfeengagement reagieren wollen“, so Conny Weimer. Sie betont gegenüber TME, dass „wir ausschließlich Spendengeld sammeln“. Denn andere Hilfsgüter wie Kleidung, Hygieneartikel oder Spielzeug gibt es bereits in großen Mengen, wie auch aus den Krisengebieten berichtet wird.

Die Wülfrather Awo wird das Geld dem gemeinsamen Spendenkonto aller Wohlfahrtsverbände „Deutschland hilft“ zukommen lassen.  Konto IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 mit dem Spendenstichwort: Hochwasser Deutschland 2021 Zwilling: „Diesem Konto kann natürlich auch jede und jeder eine individuelle Spende zukommen lassen.“


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