Sonntag | 17. Januar 2021
 
Kurz notiert in Wülfrath  | 

Leserbrief | Diese Fällungen überlebt der Bölkumer Busch nicht

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In einem offenen Brief an das Forstamt, die Stadt Wülfrath und den Kreis Mettmann kritisiert der BUND geplante Fällungen im Bölkumer Busch. 

„Zahlreiche Wanderer sind seit Dezember letzten Jahres verwundert, am Neanderlandsteig im Bölkumer Busch auf dem Weg von Wülfrath nach Velbert Markierungen an zahlreichen Buchen wahrzunehmen.

Die markierten Bäume machen überwiegend einen gesunden Eindruck. Sicher, es ist einem Waldbesitzer nicht grundsätzlich verboten, Holz aus seinem Wald zu vermarkten. Es handelt sich hier allerdings um ein Naturschutzgebiet. Der ökologische Wert des Bölkumer Buschs würde sich durch diese umfangreiche Baumfällung drastisch mindern. Ob er sich überhaupt unter den derzeitigen Klimabedingungen noch mal erholen kann, muss in Frage gestellt werden.  Man muss davon ausgehen, dass der Bölkumer Busch den Verlust von nochmals weit über 100 alten Buchen, in der jetzigen Form nicht überleben wird! Auch in den letzten Jahren sind schon Bäume geschlagen worden.

Die letzten trockenen Jahre haben den gesamten Waldbestand in Deutschland heftig dezimiert. Auch Laubbäume leiden unter der langen Dürrephase der letzten Jahre. Der Schadholzanfall bei der Buche in NRW liegt insgesamt bei rund 870.000 Kubikmetern (Waldzustandsbericht 2020 NRW). Es ist jetzt nicht die Zeit, gesunde Buchen zu fällen.

Wir fragen daher das Forstamt, die Stadt Wülfrath und den Kreis Mettmann:

Wer hat die Baumfällungen angeordnet und vor allem, wie kann man die Baumfällung verhindern?“

BUND Kreisgruppe Mettmann, Ortsgruppe Velbert und Ortsgruppe Wülfrath

 


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