Freitag | 23. Juli 2021
 
Neanderland  | 

Regiobahn nach Unwetterschäden im 30-Minuten-Takt – vielleicht

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Zwischen Mettmann-Stadtwald und Düsseldorf-Gerresheim ist die Strecke nur eingeschränkt befahrbar. Der neue Fahrplan gilt ab heute.

Foto: TME

Fahrten mit der Regiobahn sind nicht immer in den vergangenen Monaten reine Freude. Auch heute morgen dürften sich der eine oder die andere einmal mehr auf dem Bahnhof geärgert haben – weil die Bahn nicht pünktlich kam. Grund dafür könnte eine Fahrplanänderung sein, die eine Folge des Unwetters von vergangener Woche ist. Eine Änderung, die das Unternehmen nicht offensiv beworben hat.

Eine Aufklärung gibt es auf der Homepage der Regiobahn, wenn man das Feld „Aktuelle Störungen“ anklickt. Dort wird darauf verwiesen, dass aufgrund des Starkregens der letzten Woche das Streckengleis von Düsseldorf-Gerresheim nach Mettmann Stadtwald sowohl in Erkrath als auch in Neandertal an mehreren Stellen unterspült worden sei. Zudem sei es zu einem Böschungsrutsch gekommen.

Die Konsequenz: Das betroffene Gleis musste für den Zugverkehr gesperrt werden. „Derzeit laufen Arbeiten zur Untersuchung der Standfestigkeit in diesen Bereichen. Danach kann erst mit der Sanierung begonnen werden. Es ist davon auszugehen, dass das Gleis noch zwei Wochen gesperrt bleiben wird“, so die Regiobahn.

Der Eisenbahnverkehr zwischen Düsseldorf-Gerresheim und Mettmann Stadtwald sowie Gegenrichtung wird daher über ein Gleis abgewickelt. Aufgrund der Kapazitätseinschränkungen sei ein 20-Minuten-Takt nicht aufrechtzuerhalten. Auch ein Betrieb im 30-Minuten-Takt sei nur mit Verspätungen möglich. „Wegen der gleichzeitigen Befahrung der Strecke durch weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen wird dieses zu einigen Ausfällen der S28 führen“, warnt das Unternehmen auf seiner Homepage.

Von Montag bis Freitag werden daher alle Züge, die nur zwischen Mettmann-Stadtwald und Kaarster See bzw. Gegenrichtung verkehren, ausfallen. „Die übrigen Züge verkehren voraussichtlich mit (höheren) Verspätungen, einzelne Züge werden daher allerdings auch ausfallen müssen bzw. Zugleistungen müssen frühzeitig in Neuss Hbf, Düsseldorf-Gerresheim oder Wuppertal Vohwinkel beendet werden.“

Ab heute sieht das Betriebskonzept für Montag bis Freitag daher wie folgt aus:

Es fallen ab Betriebsbeginn bis 19 Uhr ab Mettmann Stadtwald und 19.43 Uhr ab Kaarster See folgende Abfahrten aus:

  • Abfahrten zur Minute 43 (ab Mettmann Stadtwald nach Kaarster See)
  • Abfahrten zur Minute 43 (ab Kaarster See nach Mettmann Stadtwald)

Die übrigen Abfahrten finden statt, voraussichtlich allerdings teilweise auch mit erheblichen Verspätungen.

Zwischen Kaarster See und Neuss Hbf sowie Mettmann Stadtwald und Düsseldorf-Gerresheim wird unterstützend zwischen 6.45 bis 18.45 Uhr ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit jeweils Bussen eingerichtet:

  • Die SEV Busse Mettmann werden zur Minute 10 und 50 in Mettmann Stadtwald und zur Minute 15 und 55 in Düsseldorf-Gerresheim abfahren. Der Zustieg zu den Bussen erfolgt aufgrund einer Strassensperrung an der Ecke Heyestrasse/ Morper Str..
  • Die SEV Busse Kaarst werden zur Minute 00 und 30 in Kaarster See bzw. Neuss Hbf abfahren.

Zwischen Mettmann Stadtwald und Düsseldorf-Gerresheim werden Reisende in der Zeit von 15 bis 18 Uhr gebeten, auf den SEV Bus umzusteigen oder alternative Linien zu nutzen, da zu dieser Zeit Überführungsfahrten zur Werkstatt sowie Güterverkehr zu den Kalkwerken stattfinden müssen.

„Wir bitten unsere Kunden um Verständnis, dass wir das Betriebskonzept gegebenfalls für die Folgetage anpassen werden, um die Abläufe zu optimieren. Bitte informieren Sie sich vor Fahrtantritt zu der aktuellen Lage. Die Regiobahn ist bemüht, die Schäden schnellstmöglich zu beseitigen und wieder einen Regelverkehr anbieten zu können.“


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